Fruchtet die Arbeit des Neu-Stuttgarters schon?

Co-Trainer Altintop überzeugt die VfB-Profis

Halil Altintop mit Markus Weinzierl 2015 in Augsburg

Erstes Spiel, erster Sieg: Halil Altintop beim VfB Stuttgart. imago

Bis zur Partie in Nürnberg war der VfB Stuttgart nach Standardsituationen genauso gefährlich wie aus dem Spiel heraus - kaum nachweisbar. In Franken gewannen die Schwaben prompt mit 2:0, und beide Treffer fielen nach Eckbällen von Dennis Aogo. Schon wurde vom "Altintop-Effekt" gesprochen. "Lassen wir das mal so stehen", erklärte Christian Gentner mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Jedenfalls ist es schön, dass so gelaufen ist." Was so viel bedeutet wie: Das muss noch nichts heißen.

Könnte es aber doch. Denn im Trainingsspiel am vergangenen Donnerstag gegen den VfR Aalen standen die Stuttgarter erneut nach Standards vor einem Treffer, zum Beispiel, als Marc-Oliver Kempf und Emiliano Insua nach einer Aogo-Ecke zum Kopfball bzw. Volleyschuss kamen und VfR-Keeper Daniel Bernhardt jeweils gekonnt abwehrte. Aus dem Spiel heraus war dagegen wieder nur gelegentlich Zwingendes dabei, der Test endete 0:0.

"Er bringt viel Ruhe und Konzentration rein", lobt Thommy

Die Spieler wollen allesamt keine voreiligen Schlüsse zu ihrem neuen Co-Trainer ziehen. Dass der Türke, der im Sommer beim 1. FC Kaiserslautern nach 351 Bundesliga-Spielen für den FCK, Schalke und Augsburg seine Karriere beendet hatte, helfen kann, ist unstrittig. Nicht nur auf seinem Spezialgebiet Standards, auch als Regulativ in der Kabine.

"Halil bringt reichlich Erfahrung mit und weiß, was im Fußball wichtig ist", erzählt Erik Thommy, der mit dem türkischen Ex-Nationalspieler beim FCA zusammengespielt hat. "Ich freue mich, dass er da ist, weil er ein sehr guter Typ ist. Er hat sich nicht verändert, war schon in Augsburg sehr wichtig für die Mannschaft. Das bringt er jetzt auch als Trainer bei uns rein. Er hat schon einige Jahre auf dem Buckel und bringt viel Ruhe und Konzentration rein. Das tut uns in unserer Situation sehr gut. Er weiß, was wir als Spieler brauchen, individuell wie auch als Mannschaft. In dieser Hinsicht kann er jedem helfen."

"Ich habe ihn erst mal gefragt, ob er das falsche Trikot anhat"

Der flinke Dribbler staunte im Übrigen nicht schlecht, als Altintop plötzlich vor ihm in der VfB-Kabine stand. Dazu in Schwarz, nicht in Rot, wie es die Spieler zum Training gewöhnlich tragen. "Ich habe ihn erst mal gefragt, ob er das falsche Trikot anhat", verrät der 24-Jährige und lacht. "Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig."

George Moissidis

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