Bundesliga

"Vielleicht geht was": Dieter Hecking macht Laszlo Benes bei Gladbach Hoffnung

Gladbachs Mittelfeldtalent empfiehlt sich

"Vielleicht geht was": Hecking macht Benes Hoffnung

Laszlo Benes

Eigentlich zu gut für die Tribüne: Laszlo Benes. picture alliance

Das Arbeitsprotokoll in dieser Saison liest nicht gerade berauschend für einen 21-jährigen Mittelfeldspieler, dessen Talent unbestritten ist. Keine einzige Pflichtspielminute stand Benes für Borussias Profis auf dem Rasen, und selbst für den Kader reichte es nur einmal, es war am 2. Spieltag in Augsburg (1:1). Spielpraxis holt sich der Slowake zurzeit eher auf anderem Wegen. In der zweiten Mannschaft zum Beispiel, für die er in der Regionalliga West schon zweimal über 90 Minuten auflief. Oder in den Tests während der Länderspielpausen, wie am vergangenen Donnerstag gegen Münster.

Eine Duftmarke konnte Benes gerade gegen Münster setzen. Sein Auftritt war eine Empfehlung in eigener Sache, er überzeugte in der Doppelacht neben Kapitän Lars Stindl, dessen 1:0-Führungsstreffer Benes vorbereitete. "Benes war sehr auffällig", hob Hecking anschließend hervor, "er hat sehr gut auf sich aufmerksam gemacht." Ein Lob, das Benes hoffen lässt, zeitnah wenigstens wieder im Kader aufzutauchen. "Mal sehen, vielleicht geht für ihn etwas gegen Hannover", so Hecking mit Blick auf den nächsten Sonntag, wenn die Fohlen im Borussia-Park den Tabellen-16. empfangen.

Spielersteckbrief Benes

Benes Laszlo

Ändert sich nichts, wäre womöglich ein Leihgeschäft im Winter denkbar

Benes darf sich als ein Gewinner des Münster-Tests fühlen. Unter dem Strich ist die Konstellation im Borussen-Mittelfeld aber schwierig für ihn in dieser Saison. Durch einen Muskelfaserriss am Ende der Sommervorbereitung verlor er zeitweilig den Anschluss und musste dann zuschauen, wie sich die Konkurrenz mit Top-Leistungen in Stellung brachte. Jonas Hofmann und Florian Neuhaus zementierten ihre in der Vorbereitung erkämpften Startplätze mit exzellenten Auftritten in der Bundesliga. Auch Denis Zakaria und Michael Cuisance müssen sich wie Benes hinter den beiden Saisonüberraschungen anstellen.

Die Crux: Benes ist zu gut für die Tribüne, doch die Kaderplätze bei der Borussia sind hart umkämpft in dieser Saison. Ändert sich an der Situation nichts, könnte in der Winterpause über ein Leihgeschäft nachgedacht werden. So weit ist es aber noch nicht: Erst einmal hat sich Benes mit seiner Leistung gegen Münster in Stellung gebracht für den Hinrunden-Endspurt.

Jan Lustig

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