Sportvorstand erhofft sich Rückenwind für das Stuttgart-Spiel

Mühl und Fuchs: Nürnbergs Premieren-Duo krönt WG-Abschluss

Nürnberger Jubeltraube

Nürnberger Jubeltraube - und Lukas Mühl (3. v. l.) mittendrin. imago

Bornemann analysierte das bayerische Duell hinterher vor dem Sky-Mikrofon sachlich: "Es waren zwei unterschiedliche Hälften. In der ersten waren wir viel zu passiv und liegen verdientermaßen hinten - und auch glücklich nur mit 0:1." Ob sich sein Team (nach zweimaligem Rückstand) als moralischer Sieger fühlen dürfe? Der 47-Jährige bejahte: "Was wir in der zweiten Hälfte gezeigt haben, von der Moral und Einstellung nach 120 Minuten (im Pokal, d. Red.), ist das sicherlich sehr gut umschrieben." Und: Sich nach "grauenhaftem ersten Durchgang selbst am Schopfe rauszuziehen - das ist einfach top".

Top war auch die Vorstellung der fast gleichaltrigen 21-jährigen Youngster Alexander Fuchs und Lukas Mühl. Bornemann über die beiden Torschützen: "Das macht einfach Freude: Die Jungen machen das, arbeiten Woche für Woche für diese Spiele und diese Leistung."

Spielersteckbrief Mühl

Mühl Lukas

Spielersteckbrief Fuchs

Fuchs Alexander

Trainersteckbrief Köllner

Köllner Michael

Wir haben den WG-Abschluss mit zwei Toren gekrönt - da trinken wir heute einen.

Lukas Mühl

Das Premierentor zum 2:2 war für Mühl einfach "richtig, richtig schön. Und natürlich auch wichtig. Es fühlt sich natürlich super an". Mit einem Augenzwinkern verriet der Innenverteidiger, dass er schon vorher wusste, dass er heute wie auch Fuchs treffen würde: "Wir waren zusammen in einer WG, deshalb haben wir das vorher schon ausgemacht, dass wir die Tore machen. Wir haben den WG-Abschluss mit zwei Toren gekrönt - da trinken wir heute einen."

Warum denn die WG Vergangenheit sei, ließ dann in Fuchs der andere Premierentorschütze wissen: "Der dritte Mann ist nach Bayreuth gewechselt. Jetzt wohne ich alleine, aber vorher haben Lukas und ich zusammen gewohnt."

Über seinen Treffer freute sich der laufstarke Mittelfeldakteur natürlich sehr ("Schön, dass er reingegangen ist"), vergaß aber auch die beiden Vorbereiter nicht: So lobte er den "unglaublichen Speed" von Virgin Misidjan und Adam Zrelaks Ablagequalitäten.

Rückenwind für Stuttgart?

Ein Fingerzeig nicht zuletzt für die gute Stimmung im Team, in dem am Ende mit dem Punkt alle zufrieden sein konnten. Dieses Erfolgserlebnis könnte auch dementsprechend Rückenwind geben. "Für die Trainingswoche und für Samstag", weiß und hofft Bornemann. Dann kommt Schlusslicht Stuttgart ins Max-Morlock-Stadion.

jch

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