Bundesliga

Kritik von Guido Buchwald sorgt für Unruhe: VfB Stuttgart reagiert deutlich

Stuttgarter Aufsichtsrat geht Reschke an

Buchwald-Kritik sorgt für Unruhe: VfB reagiert deutlich

Wolfgang Dietrich (l.) mit Guido Buchwald

Aufsichtsratsvorsitzender und Aufsichtsrat beim VfB: Wolfgang Dietrich (l.) und Guido Buchwald. imago

Sportvorstand Michael Reschke gerät bei den VfB-Fans zunehmend in die Kritik, und Aufsichtsrat Guido Buchwald gab sich am Donnerstag nicht gerade Mühe, ihn dagegen zu verteidigen.

"Einige Entscheidungen waren sicher unglücklich", sagte Buchwald am Tag vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in einem Interview bei "Sport1" in Richtung Reschke. "Die Länge der Vertragsverlängerung mit Holger Badstuber (bis 2021, d.Red.) war fragwürdig, die vorzeitige Verlängerung des Kontrakts mit Korkut zu diesem Zeitpunkt unnötig."

Der Vorgänger von Markus Weinzierl hatte seinen noch bis 2019 gültigen Vertrag im Sommer um ein weiteres Jahr ausgedehnt. "Das war ein Fehler", kritisiert Buchwald offen: "Es gab keinen Grund, diesen vorzeitig zu verlängern. Man hätte sich im Herbst in Ruhe zusammensetzen und besprechen können, um die Zukunft zu planen."

"Momentan ist da leider nicht viel Kommunikation"

Und der Ehrenspielführer wurde noch deutlicher: "Beim VfB steht Reschke in der ersten Reihe, nicht mehr in der zweiten wie in seinen früheren Vereinen. Das ist natürlich eine Umstellung." Er sei immer bereit, sich mit Reschke auszutauschen. "Momentan ist da aber leider nicht viel Kommunikation."

Zwar sei "Herr Reschke der Sportvorstand, und wir müssen ihn in der momentanen Lage einfach unterstützen. Aber ganz ehrlich", so Buchwald: "Mir wäre eine breitere sportliche Kompetenz im Verein für die Zukunft sehr wichtig. Es ist immer schwierig, wenn alles an einer Person festgemacht wird."

Wir sind überrascht, dass einen Tag vor einem wichtigen Spiel solche Aussagen getätigt werden.

Wolfgang Dietrich

Während Reschke mitteilte, dass ihn "alle Nebenkriegsschauplätze" nicht interessierten, wurde der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende deutlicher: "Wir sind überrascht, dass einen Tag vor einem wichtigen Spiel solche Aussagen getätigt werden", sagte Wolfgang Dietrich gegenüber der "Stuttgarter Zeitung". "Aktuell haben wir definitiv wichtigere Themen auf der Agenda, als derartige Interviews zu kommentieren." Buchwald muss sich auf Konsequenzen einstellen: "Dieser Vorgang", sagt Dietrich, "wird Gegenstand der nächsten Aufsichtsratssitzung Anfang Dezember sein."

jpe

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