Kaiserslautern vor dem Auswärtsspiel in Aalen

"Zumutung": Frontzeck kritisiert Montagsspiele

Michael Frontzeck

Kassierte mit seinem Team nur eine Niederlage in den vergangenen zehn Pflichtspielen: Kaiserslauterns Trainer Michael Frontzeck. imago

Knapp 550 Kilometer müssen die FCK-Fans am kommenden Montag zurücklegen, um beim Spiel ihrer Mannschaft auf der Ostalb dabei zu sein. Eine Spielansetzung, die die Anhänger der Roten Teufel bereits aus Zweitliga-Zeiten kennen, und die regelmäßig zu Protesten unter dem Motto "We don't like Mondays" führten. "Ich finde es unsäglich, darüber zu diskutieren. Es ist so, wie es ist", antwortete Frontzeck auf eine Nachfrage in der Pressekonferenz vor dem kommenden Ligaspiel, fügte aber an: "Ich finde es für die Fans natürlich fast eine Zumutung, wenn du dienstags arbeiten musst." Zwar halte sich die Distanz am kommenden Montag noch "im Rahmen", doch bei längeren Auswärtsfahrten sei das Problem größer. "Aber insofern noch einmal großen Respekt, dass wieder 1000 Leute von uns am Montagabend in Aalen sind", betonte der Coach.

Sicher sei er allerdings, dass die Zerstückelung der Spieltage noch nicht am Ende ist. "Wenn du nach England guckst: Da sind teilweise Spiele um 12 Uhr. Das werden wir alles auch noch erleben, da bin ich mir fast sicher", sagte Frontzeck. Für die Entwicklung gebe es "unterschiedliche Gründe", auf die der Trainer nicht näher einging. Seine Vermutung scheint sich aber zu bestätigen: Erst kürzlich hatten sich die 18 Zweitligisten für einen neuen Spieltermin am Samstagabend ausgesprochen .

Trainersteckbrief Frontzeck

Frontzeck Michael

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Osnabrück
26
2
Preußen Münster
25
3
KFC Uerdingen 05
22
3. Liga - 13. Spieltag
Spielersteckbrief Ö. Özdemir

Özdemir Özgür

Spielersteckbrief Sievers

Sievers Jan-Ole

Spielersteckbrief Spalvis

Spalvis Lukas

Spielersteckbrief Gottwalt

Gottwalt Lukas

"Es ist eine komplizierte Liga, das betone ich immer wieder"

Unabhängig von der Anstoßzeit tritt der FCK die Reise auf die Ostalb mit einem klaren Ziel an. "Wichtig ist, dass wir da ansetzen, wo wir gegen Uerdingen aufgehört haben", betonte Frontzeck. Das 2:0 gegen den KFC hat den FCK näher an die Spitzengruppe geführt, der 3:1-Sieg unter der Woche im Verbandspokal gegen den FK Pirmasens, bei dem vorzugsweise Akteure mit weniger Spielzeit in den vergangenen Wochen zum Zuge gekommen sind, bestätigte die ansteigende Formkurve. Gegen den VfR, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht, erwartet Lauterns Trainer aber einmal mehr ein schwieriges Spiel: "Es ist eine komplizierte Liga, das betone ich immer wieder. Es ist egal, gegen wen wir spielen. Du musst schauen, dass du zu 100 Prozent deine Leistung auf den Platz bringst."

Kaum Veränderungen im Vergleich zum Uerdingen-Kader

Personell will Frontzeck dabei zumindest in seinem 18-Mann-Kader kaum Veränderungen im Vergleich zum Uerdingen-Spiel vornehmen. Unter der Woche seien keine weiteren Verletzungen hinzugekommen, die beiden jungen Innenverteidiger Lukas Gottwalt und Özgür Özdemir laborieren allerdings weiterhin an muskulären Problemen, befinden sich aber auf dem Weg der Besserung. Das gilt auch für Lukas Spalvis (Knieverletzung) und Torhüter Jan-Ole Sievers (Sehnenriss), die allerdings zeitnah keine Option sind.

pau