Düsseldorf: Usami, Stöger oder Nielsen in der Startelf gegen Wolfsburg?

Funkel und die "zwei, drei, vier Möglichkeiten"

Wird seine Elf gegen Wolfsburg umbauen: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel.

Wird seine Elf gegen Wolfsburg umbauen: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel. imago

Bei der Düsseldorfer Aufstiegsfeier auf dem Rathausplatz war Takashi Usami einer der umjubelten Helden, erst recht, als er den feiernden Fans zurief: "Ich liebe Düsseldorf. Und - bis gleich."

In der Rückrunde der Aufstiegs-Saison war der Japaner mit der ganz besonderen Schusstechnik so richtig aufgeblüht am Rhein, und der Aufsteiger hatte sich stark bemüht, den vom FC Augsburg ausgeliehenen Flügelspieler weiter zu verpflichten.

Nach zähem Ringen gelang dies in Form einer weiteren Ausleihe für ein Jahr, doch im bisherigen Saisonverlauf hat Usami noch nicht nachgewiesen, warum er den Düsseldorfern so wichtig ist. Erst spät startete der WM-Teilnehmer mit seiner Vorbereitung in Düsseldorf, wies zunächst körperliche Defizite auf und fehlte beim Start.

Erst am fünften Spieltag feierte er gegen Leverkusen ein Kurz-Comeback, danach in Nürnberg stand der 26-Jährige erstmals in der Düsseldorfer Startelf, ohne großen Eindruck zu hinterlassen, und auch als Joker gegen Schalke trat Usami kaum in Erscheinung.

Mit sechs Toren in der Rückrunde hatte der Flügelspieler in der Aufstiegs-Saison nachgewiesen, wie wichtig er für Fortuna sein kann. "Er verfügt über eine großartige Schusstechnik und macht Tore, die wirklich nur ihm gelingen", lobte Friedhelm Funkel mal, doch ab und zu musste sich der Japaner auch heftige Kritik des Trainers anhören, weil seine Trainingsleistungen zu wünschen übrig ließen und er sich in den Übungseinheiten nicht nachdrücklich für einen Einsatz aufdrängte.

Wie steht's um Stöger und Nielsen?

Auch in der neuen Saison blieb er zunächst eine Randfigur, aber das galt zum Beispiel auch für Kevin Stöger, der in der Vorsaison als Regisseur beim VfL Bochum noch eine der überragenden Figuren in der 2. Liga gewesen war. Kollege Havard Nielsen ist zum Beispiel bisher komplett außen vor, nachdem sich in der Sommerpause schon sein Abschied angedeutet hatte.

Da lautet also die große Frage: Wer wird am Samstag gegen Wolfsburg der Überraschungsgast sein? Aymen Barkok etwa, in der Vorbereitung lange verletzt, durfte zuletzt in Frankfurt erstmals ran, auch er könnte diesmal einer der Kandidaten für die Startelf am Samstag sein.

"Wir haben im Training zwei, drei, vier Möglichkeiten durchgespielt, ich weiß noch nicht, wofür ich mich final entscheide", sagte Funkel nebulös. In welcher Besetzung auch immer, der Trainer erwartet natürlich eine deutliche Reaktion nach dem Desaster in Frankfurt. Seine Forderung: "Mit einer guten Einstellung rausgehen, wenig Fehler machen und die nötige Konsequenz zeigen."

Oliver Bitter

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