Champions League, 3. Spieltag: Spätes PSG-Remis

BVB düpiert Atletico - S04 verzweifelt mit Beigeschmack

Raphael Guerreiro

Gefeierter Doppelpacker: Raphael Guerreiro. Getty Images

Gruppe A: Bärenstarker BVB schießt Atletico ab

Drittes Spiel, dritter Sieg! Dank einer reifen und dominanten Leistung verdiente sich der BVB die Halbzeit-Führung durch Witsel (38.) - auch wenn der Belgier bei seinem Abschluss Glück hatte, dass Hernandez den Ball unhaltbar abfälschte. Nach der Pause wurde Europa-League-Sieger Atletico zunächst stärker - Saul Niguez ließ den Signal-Iduna-Park mit einem Lattenkracher verstummen (53.) -, doch dann war der BVB wieder dran - und wie! Guerreiro (73., 89.) und Sancho (83.) sorgten am Ende für ein überdeutliches 4:0 für den BVB, der mit neun Punkten auf Achtelfinal-Kurs steuert. Für Atletico war es die höchste Champions-League-Niederlage unter Trainer Diego Simeone.

Zwei Stunden zuvor mussten sich die AS Monaco und Trainer Thierry Henry mit einem schmeichelhaften Punkt in Brügge begnügen. Sylla hatte die Südfranzosen in Führung gebracht, doch Wesley ließ mit der Antwort nicht lange auf sich warten (39.). Immerhin haben damit beide Teams ihren ersten Punkt in der Gruppe A eingefahren, bleiben damit aber auch abgeschlagen.

Gruppe B: Barça schlägt Inter - Spurs weiter sieglos

Ohne Messi empfing der FC Barcelona Inter Mailand zum Spitzenspiel der Gruppe B; beide Teams hatten ihre ersten zwei Spiele gewonnen und waren dementsprechend gewillt, nachzulegen. Den besseren Start erwischten die Hausherren, die nach Rafinhas Treffer (32.) jubeln durften. Nach der Pause hielt die katalanische Abwehr, ehe Jordi Alba den Deckel draufmachte (83.).

In der letzten Saison noch Dortmund und Real Madrid düpiert, in diesem Jahr weiter sieglos: Die Tottenham Hotspur warten trotz langer Überlegenheit bei der PSV Eindhoven auf den ersten Dreier und stehen vor den Rückspielen unter enormem Druck. Beim 2:2 hatten Lucas Moura (39.) und Kane (54.) Eindhovens Führung durch Lozano (29.) gedreht. Doch nach einem Bock von Keeper Lloris (Notbremse, Rote Karte, 79.) kam die PSV durch den Ex-Gladbacher de Jong noch zum Ausgleich (87.).

Gruppe C: Tuchel und Ancelotti unentschieden - Klopp kann's freuen

Carlo Ancelottis erneute Rückkehr nach Paris verlief für den Trainer Neapels zunächst genau nach Plan: Insigne brachte die Süditaliener nach rund einer halben Stunde gekonnt in Führung. PSG brauchte Zeit und hatte dann auch noch Dusel, weil Mario Rui den französischen Serienmeister mit einem Eigentor zurück ins Spiel brachte. Doch Neapel war nicht geschockt, ging durch Mertens in der 77. Minute wieder in Führung. Den letzten Lacher hatte jedoch di Maria, der in der Nachspielzeit den 2:2-Endstand besorgte (90.+3).

David gegen Goliath - die nächste. Wie schon in Paris trat Belgrad auch in Liverpool als krasser Außenseiter an und war gegen den Premier-League-Klub natürlich unterlegen. Roberto Firmino (20.), Salah mit einem Doppelpack (45., 51. FE) und Mané (80.) sorgten für ein standesgemäßes Ergebnis. Nach der Niederlage in Neapel ist Klopps Team damit wieder an den Italienern vorbeigezogen - und durch das Remis in Paris sogar auf Platz eins.

Gruppe D: Starkes Schalke verzweifelt in Istanbul

Breel Embolo

Ohne Fortune: Breel Embolo. Getty Images

In der Bundesliga läuft es gar nicht - doch das war dem FC Schalke zumindest spielerisch nicht anzumerken. Mit Uth im zentralen Mittelfeld war Königsblau in Istanbul das tonangebende Team, belohnte sich aber mehrfach nicht, und hatte noch dazu Pech, weil Schiedsrichter Benoit Bastien Konoplyanka einen Elfmeter verwehrte (13.). Schalke gab weiter Gas: Erst vergab Embolo gleich zwei Riesenchancen (47.), dann wurde der Schweizer - schon jubelnd - wegen Abseits beim vermeintlichen 1:0 zurückgepfiffen (58.). Es sollte nicht mehr sein für den Bundesliga-Vorletzten, der durch das Remis dennoch vor Galatasaray bleibt.

Im Parallelspiel fuhr Porto den zweiten Sieg ein: Champions-League-Urgestein Casillas durfte sich bereits nach zehn Minuten auszeichnen und parierte den Elfmeter von Manuel Fernandes, besser machte es Portos Marega nach 26 Minuten. Nach Herreras 2:0 (35.) hatte Moskaus Miranchuk die Antwort parat (38.), doch kurz nach der Pause stellte Corona die Zwei-Tore-Führung wieder her, die bis zum Ende anhielt. Porto führt die Gruppe D nun mit sieben Zählern an.

mkr