Zweitligaklubs sprechen sich für weitere Zerstückelung aus

2. Liga am Samstagabend? Der Wunsch ist da!

2. Liga am Samstagabend? Für viele Vereinsvertreter wünschenswert.

2. Liga am Samstagabend? Für viele Vereinsvertreter wünschenswert. imago

Freitagabend (18.30 Uhr), Samstag (13 Uhr), Sonntag (13.30 Uhr) und Montagabend (20.30 Uhr) - die Anstoßzeiten der 2. Liga sind in der Regel klar, doch nicht jeder ist mit der Zerstückelung einverstanden. Unter Fans herrscht bereits große Skepsis, und viele verschafften ihrem Unmut mit verschiedenen Protestaktionen längst Luft. Doch deren Wunsch nach einer Kehrtwende scheint nicht erhört zu werden.

So hatte ein Antrag auf Abschaffung des Montagsspiels keinen Erfolg, das Gegenteil war sogar der Fall. Wie die Sport Bild berichtet, haben die 18 Zweitligisten auf einer Versammlung mehrheitlich für eine zusätzliche und damit fünfte Anstoßzeit gestimmt. Konkret geht es dabei um den Samstagabend. Bei der bevorstehenden Vergabe für die Übertragungsrechte ab 2021/22 kann die DFL also für die 2. Liga noch einen weiteren Anstoßtermin ins Portfolio aufnehmen, um finanziell lukrativere Angebote anzulocken. Dabei geht es um eine Partie am Samstagabend nach 20 Uhr - im Anschluss an das Topspiel der Bundesliga um 18.30 Uhr.

Stand jetzt ist besagter Samstagabendtermin allerdings nur ein Wunsch der Zweitligaklubs, mehr nicht. Das letzte Wort hat die DFL, die so etwas in ihre kommende Ausschreibung für die nächste Rechtevergabe aufnehmen müsste. Ob ein derartiges Unterfangen überhaupt Aussicht auf Erfolg hätte, kann im Moment nicht beurteilt werden. Sicher ist: Aktuell besteht keine Möglichkeit, einen derartigen Wunsch umzusetzen, da die bestehenden Verträge dies nicht vorsehen.

Es bleibt zudem abzuwarten, wie das Bundeskartellamt dazu steht. Mit diesem stehen ohnehin Verhandlungen an, um die Legitimität des bestehenden oder geplanten Rechtemodells zu klären. Im Rahmen dieser Verhandlungen könnte eine reformierte Anstoßzeit innerhalb der 2. Liga eingebaut werden. Allerdings würde das ausschließlich für die Rechtevergabe ab 2021 gelten - mit einer Entscheidung diesbezüglich ist frühestens im Frühjahr 2020 zu rechnen.

drm/rf