Bundesliga

Stuttgarts Trainer hat den gleichen Berater wie sein Kapitän: Weinzierl sieht keinen Interessenskonflikt

Stuttgarts Trainer hat den gleichen Berater wie sein Kapitän

Weinzierl sieht keinen Interessenskonflikt

Kapitän Christian Gentner und Markus Weinzierl

Haben den gleichen Berater: Kapitän Christian Gentner und Markus Weinzierl. imago

Die Zeiten, in denen Bundesligaspieler nebenbei noch arbeiten mussten, sind längst vorbei. Mittlerweile müssen viele Erstligaprofis, sofern sie ihre Einnahmen nicht zügellos aus dem Fenster werfen, selbst nach dem Karriereende nichts dazuverdienen. Der Fußball, das Geschäft Fußball, ist im steten Wandel. Und so, wie Trainerteams teilweise Mannschaftsstärke erreichen und diese Mannschaft hinter der Mannschaft eine weitere Mannschaft mit Ernährungsspezialisten, Sportpsychologen, Teammanagern, Videoanalysten, Übersetzern und was auch sonst noch immer hinter sich herzieht, so führen auch Profis ihre eigene Hintermannschaft an: Individualtrainer, private Psychologen, Physiotherapeuten oder Medienbeauftragte - und ganz wichtig: Berater. Dass jetzt ausgerechnet Weinzierl und Gentner von ein und demselben Mann vertreten werden, ruft Skeptiker auf den Plan. "Es gibt viele Konstellationen, in denen ein Trainer auch den gleichen Berater hat, wie Spieler", erklärt Stuttgarts neuer Chefcoach. Gedanken, Gentner könnte aus dieser Zusammenarbeit profitieren, seien völlig deplatziert. "Das ist Usus und hat mit mir oder dem VfB nichts zu tun."

Der einst u.a. in München und später, von 1999 bis 2001, bei den Stuttgarter Kickers aktive Abwehrspieler habe sich rein zufällig jüngst für die Zusammenarbeit mit Jürgen Schwab entschieden. Den Berater, den er "zu meiner Spielerzeit bei Bayern schon hatte. Jürgen hat mich damals auch von den Bayern-Amateuren zu den Kickers gebracht". In der Folgezeit habe er "lange Jahre" auf derartige Unterstützung verzichtet. "Erst als Trainer hatte ich wieder einen Berater, von dem ich mich aber getrennt habe." Jetzt folgte Schwab, mit dem ihn "eine alte Freundschaft" verbindet. "Das hat nichts mit Christian Gentner zu tun."

George Moissidis

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