Int. Fußball

Statt Stadionverbote: Rassistische Chelsea-Fans sollen KZ in Auschwitz besuchen

Neue Initiative statt Stadionverbote

Rassistische Chelsea-Fans sollen Auschwitz besuchen

Chelsea-Fans

Chelsea engagiert sich schon länger im Kampf gegen Antisemitismus. imago

Wird ein Chelsea-Fan künftig eines rassistischen oder antisemitischen Verhaltens überführt, erhält er anders als bisher nicht mehr automatisch ein Stadionverbot, sondern soll stattdessen an einem Bildungskurs im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz teilnehmen.

"Wenn du die Leute einfach nur ausschließt, werden sie ihr Verhalten niemals ändern", erklärt Chelsea-Geschäftsführer Bruce Buck in der "Sun" die neue Initiative, die offenbar besonders Klubbesitzer Abramovich, selbst Jude, vorangetrieben hat. "Diese Methode gibt ihnen die Möglichkeit, zu verstehen, was sie getan haben, und kann sie dazu bringen, sich künftig besser verhalten zu wollen."

Früher hätte man sie einfach mit einem Stadionverbot von bis zu drei Jahren belegt, so Buck. "Jetzt sagen wir: 'Ihr habt etwas Falsches getan. Ihr habt die Wahl: Wir können euch ausschließen oder ihr verbringt etwas Zeit mit unseren Diversitätsbeauftragten und versteht, was ihr falsch gemacht habt.'"

Chelsea engagiert sich schon länger im Kampf gegen Antisemitismus. Im Juni etwa besuchten Klubangestellte gemeinsam mit 150 Fans die Gedenkstätte Auschwitz.

jpe