Bundesliga

DFL bestätigt Kontakt mit Hannover 96

Hintergrund ist eine Satzungsänderung bei den Niedersachsen

DFL bestätigt Kontakt mit Hannover 96

Hannover-Boss Martin Kind im März auf der Mitgliederversammlung der DFL

Hannover-Boss Martin Kind im März auf der Mitgliederversammlung der DFL. imago

"Die DFL Deutsche Fußball Liga hat in der vergangenen Woche über die Presse von einer Satzungsänderung der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA erfahren. Daraufhin hat sich die DFL am 4. Oktober unmittelbar mit dem Klub in Verbindung gesetzt und um entsprechende Informationen gebeten. Seitdem steht die DFL mit Hannover 96 im Austausch", teilte die DFL über ihren offiziellen Twitter-Account mit.

Die Niedersachsen hatten am 28. September Neuregelungen bei der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA vorgenommen und auch im Handelsregister eintragen lassen. Diese schränken nach Auffassung von Kritikern die Rechte der Hannover 96 Management GmbH, die zu hundert Prozent dem eingetragenen Verein (e. V.) gehört, stark ein.

Hannover 96 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

12.04.1896

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß-Grün

Wie der "Tagesspiegel" (online) berichtet, heißt es in der neuen Satzung unter anderem, "dass nahezu alle von der Management GmbH ausgehenden Geschäfte einer Zustimmung des KgaA-Aufsichtsrats bedürfen". Im Aufsichtsrat haben die zwei vom Stammverein entsandten Vertreter allerdings im Gegensatz zur alten Satzung kein Stimmrecht mehr. Dieses genießen lediglich die sechs Mitglieder, die von der Investorenseite bestimmt werden.

Laut DFL-Satzung muss aber gewährleistet sein, dass der Management GmbH "die kraft Gesetzes eingeräumte Vertretungs- und Geschäftsführungsbefugnis uneingeschränkt zusteht". Dieser Punkt sei nach der Verabschiedung der neuen Satzung nicht mehr gewährleistet, lautet einer der Vorwürfe der Kritiker. Damit versuche Vereinsboss Martin Kind, die 50+1-Regelung auszuhebeln. Die 50+1-Regel besagt, dass der eingetragene Verein bei ausgelagerten Kapitalgesellschaften die Mehrheit halten muss. Erst im Juli hatte die DFL dem starken Mann bei Hannover 96 die mehrheitliche Übernahme des Klubs untersagt.

In einer ersten Reaktion verneinte Kind, dass die Lizenz gefährdet sei. "Darüber hinaus werden wir zu gesellschaftsrechtlichen Fragen keine Stellung beziehen", sagte er gegenüber der dpa.

jer/dpa

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