Fehlende Resultate waren ausschlaggebend

Sandhausen stellt Kocak frei

Kenan Kocak

In Sandhausen nicht mehr in der Verantwortung: Kenan Kocak. imago

"Leider sind in dieser Saison die verdienten Erfolge ausgeblieben. Daher möchten wir der Mannschaft einen neuen sportlichen Impuls geben", wird Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier in einer Mitteilung zitiert. Weiter heißt es in dem Statement, dass fünf Punkte nach neun Spielen schlicht zu wenig seien und dass die Ergebniskrise saisonübergreifend andauert. In der Tat ist es so, dass die Sandhäuser in der Vorsaison nach dem 20. Spieltag gerade mal zwei Spiele gewannen (2/6/6).

Und auch in der aktuellen Spielzeit lief es nicht wirklich besser: Mit Ausnahme der 6:0-Gala im Pokal bei Rot-Weiß Oberhausen gab es in der Liga nur einen Sieg bislang - ein 2:0 bei Erzgebirge Aue. Hinzu kamen noch zwei Unentschieden (0:0 gegen Union Berlin und 1:1 in Darmstadt). Ansonsten setzte es nur Niederlagen, sechs an der Zahl. Sportlich kann die Entscheidung nachvollzogen werden, doch fiel sie den Klubverantwortlichen offenbar nicht leicht, wie Machmeier verriet: "Für uns alle ist heute ein schwarzer Tag und es war eine brutal schwere Entscheidung."

Kocak, der den SVS im Sommer 2016 übernommen hatte, gab verständnisvolle Töne von sich. "Leider hat sich die Mannschaft in dieser Saison bisher zu wenig für Ihre Auftritte belohnt. Die oft guten Leistungen haben sich zu selten in den Ergebnissen widergespiegelt", sagte der 37-Jährige und gab sich optimistisch für die Zukunft: "Ich bin mir aber sicher, dass die Jungs bald wieder in die Erfolgsspur finden werden, wenn sie so weiterarbeiten."

Nach Uwe Neuhaus (Dynamo Dresden), Stefan Leitl (FC Ingolstadt) und Ilia Gruev (MSV Duisburg) ist Kocak damit bereits der vierte Trainer, der im Unterhaus seinen Hut nehmen musste.

drm

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