3. Liga

Aspach trotzt Würzburg - 1860 rutscht ab

3. Liga, 11. Spieltag: VfL ringt FCK nieder - BTSV verspielt 2:0

Aspach trotzt Würzburg - 1860 rutscht ab

Luftduell: Dominic Baumann im Zweikampf mit Aspachs Philipp Hercher (r.)

Luftduell: Dominic Baumann im Zweikampf mit Aspachs Philipp Hercher (r.) imago

Bei Blaskic-Einstand: Großaspach spielt 0:0

Nach der Trennung von Sascha Hildmann wollte die SG Sonnenhof Großaspach am Montagabend mit Interimscoach Zlatko Blaskic nach sechs sieglosen Spielen in Serie in Würzburg die Wende einleiten. Leichter gesagt als getan, zumal die Kickers nach sieben ungeschlagenen Ligaspielen in Folge (5/2/0) mit mächtig Selbstvertrauen aufliefen. Spielerisch zeigte sich auf dem Platz davon lange Zeit aber wenig: Weder die Aspacher noch die Würzburger kamen in Hälfte eins zu nennenswerten Torchancen, was folgerichtig mit einer Nullnummer einherging. Die Gäste erwiesen sich auch in Hälfte zwei als bissig, machten den favorisierten Kickers das Leben schwer - hielten das Spiel offen und kamen sogar selbst zu Chancen (Hingerl, 64.; Vitzthum, 67.; Poggenberg, 70.). Auf der anderen Seite ging Ademi fahrlässig mit den sich bietenden Chancen um (60.; 77.), folglich stand nach 90 Minuten fest: Auch im fünften Duell dieser beiden Mannschaften gab es keinen Heimsieg.

3. Liga - 11. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Osnabrück VfL Osnabrück
22
2
Uerdingen KFC Uerdingen 05
22
3
Münster Preußen Münster
19
3. Liga - Torjäger 2018/19
Uerdingen Aigner Stefan
6
Münster Dadashov Rufat
6
Haching Hain Stephan
6

Zwei Platzverweise in Wiesbaden

Der Hallesche FC musste sich am Sonntag beim zuvor punktgleichen SV Wehen Wiesbaden mit 0:2 geschlagen geben. Die Schlüsselszene gab es nach einer Viertelstunde: Guttau sah Gelb-Rot, der SVWW nutzte die Unordnung bei den Gästen kurz später zum 1:0 durch Kyereh. Halle probierte in Unterzahl alles, konnte aber auch den zahlenmäßigen Ausgleich - Andrist sah Rot – in den letzten 20 Minuten nicht nutzen. Vielmehr erhöhte Wehen Wiesbaden kurz vor dem Schlusspfiff durch Brandstetter auf 2:0 und setzt sich von den Abstiegsrängen ab.

Dritter Dreier für Meppen

Meppens Hassan Amin gegen "Löwe" Adriano Grimaldi (v.li.)

Enges Duell: Meppens Torschütze Hassan Amin gegen "Löwe" Adriano Grimaldi (v.li.). imago

Der TSV 1860 München gab sein Gastspiel in Meppen und lieferte beim 0:1 die Punkte bei den Emsländern ab. Die haben mit dem dritten Dreier - dem zweiten in Serie - den schlechten Saisonstart korrigiert und sich am 11. Spieltag von den Abstiegsrängen verabschiedet. Die Löwen dagegen, die zuletzt zweimal noch in den Schlussminuten den Sieg aus der Hand gaben, warten nun schon seit fünf Spielen auf einen Dreier (0/3/2) und liegen nur noch einen Zähler vor dem SVM. Der startete ordentlich in die Partie hatte auch die besseren Chancen und ging noch vor der Pause durch Amin in Führung. Die Löwen rannten dem Rückstand vergeblich und auch ohne Durchschlagskraft hinterher.

Im Gleichschritt: Osnabrück und Uerdingen weiter punktgleich oben

Der VfL Osnabrück setzte am Samstag seine Erfolgsserie fort und beendete die des 1. FC Kaiserslautern. Die Niedersachsen begannen im Duell mit dem zuvor sechsmal nicht bezwungenen Absteiger mutig, schnell übernahmen die Gäste an der Bremer Brücke aber das Kommando und hätten im ersten Durchgang in Führung gehen können. Nach der Pause steigerten sich die Osnabrücker und gingen durch Farrona Pulido in Führung. Lautern fehlten in der Folge die klaren Abschlüsse, die Niedersachsen entschieden das Spiel in der Nachspielzeit durch ein Kontertor von Alvarez.

Jan Löhmannsröben

An der Führung geschnuppert, am Ende in Osnabrück unterlegen: Jan Löhmannsröben und der FCK. imago

Durch das 2:0 blieb Osnabrück Tabellenführer vor dem KFC Uerdingen, der aber Schritt hielt. Beim 2:1 der Krefelder gegen Jena, durch den die Krämer-Elf punktgleich auf Platz zwei bleibt, war Aigner der Hauptverantwortliche für den Dreier. Der Angreifer erzielte beide Treffer für Uerdingen und sicherte damit den Dreier trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs der engagiert auftretenden Thüringer durch einen Fernschuss von Starke.

Münster mit Remis Dritter

Neuer Dritter ist Preußen Münster. Der SCP rannte in Unterhaching lange einem Rückstand hinterher, nachdem Hain nach einer Ecke für die SpVgg in der 10. Minute getroffen hatte. Menig sorgte mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze aber für das 1:1 (79.) und damit für die Punkteteilung.

Papa Mamba sehenswert

Etwas aus dem Keller klettern konnte Energie Cottbus - weil Torjäger Mamba schon am Freitag Vater wurde und deshalb gegen Zwickau auflaufen konnte. Nach der Gästeführung durch Könnecke gelang Marcelo Freitas für den FCE unmittelbar vor der Pause der Ausgleich - Cottbus' erster Treffer nach vier Spielen ohne Torerfolg. Die Entscheidung war Mamba vorbehalten, der mit einem Lupfer im Liegen (!) nach einer Stunde das 2:1 erzielte.

Auch ein 2:0 reicht Braunschweig nicht

Aus dem Keller entkommen will auch Eintracht Braunschweig - der Absteiger strauchelt aber weiter. Gegen Lotte lief über eine Stunde alles für den BTSV, Thorsen (5.) und Hofmann per Handelfmeter (23.) sorgten für ein eigentlich beruhigendes 2:0. Doch die Niedersachsen gaben den Vorsprung noch aus der Hand: Karweina kurz nach seiner Einwechslung (68.) und Rahn mit der letzten Aktion des Spiels erzielten die Tore zum 2:2-Endstand. Braunschweig gewinnt das fünfte Pflichtspiel in Folge nicht und bleibt Schlusslicht der 3. Liga.

Königs bestraft zu nachlässige Karlsruher

Der 11. Spieltag der 3. Liga startete am Freitagabend - und zwar mit der Partie zwischen Karlsruhe und Hansa Rostock. Beide Klubs kannten sich bereits aus gemeinsamen Bundesliga-Tagen (zehn Vergleiche) - und lieferten sich trotz unterschiedlicher Ausgangslage ein knackiges Zweikampfspektakel. Nach Lorenz-Freistoß an die Latte fanden immer wieder strittige Zweikampfszenen Einzug, auf beiden Seiten wurde mehrmals Elfmeter gefordert.

Nach torlosem ersten Durchgang drehte dann der vermeintliche Außenseiter Rostock gehörig auf, erarbeitete sich gefährliche Szenen am Fließband - und belohnte sich durch Königs und dank einer gehörigen Portion Glück mit dem 1:0. Fink hätte auf der anderen Seite indes den Ausgleich herstellen müssen. Doch insgesamt kam vom KSC nach vorn gegen eine stabile Hansa-Abwehr zu wenig. Es blieb letztlich beim knappen, verdienten und vor allen Dingen befreienden FCH-Sieg nach zuletzt drei Partien ohne Dreier. Die Badener verloren damit wieder nach vier Siegen am Stück.

mag/bru