Bundesliga

Hannover 96: Michael Esser und die "Bärenruhe"

"Wir können es wiedergutmachen"

Hannover: Esser und die "Bärenruhe"

Michael Esser

Schwierige Situation: Michael Esser und Hannover 96 stehen derzeit auf Platz 18 der Bundesliga. imago

Am Anfang stand die "extrem große Enttäuschung". Das bittere 1:4 in Frankfurt hat auch bei Michael Esser Spuren hinterlassen. "Wir haben uns viel vorgenommen. Zurzeit ist es auswärts wie verhext, dass wir keine Punkte holen", klagte Hannovers Torhüter. "Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, da waren zu viele Fehlpässe, zu viele Fehler."

Jeder im Klub ist nun gefragt

Schwer auch für den erfahrenen 31-Jährigen, mit dem Tiefschlag und Platz 18 in der Bundesliga um- und zur Tagesordnung überzugehen. "Man muss das Spiel aufarbeiten und sich dann schnellstmöglich auf das neue Spiel konzentrieren." Die Forderung von Manager Horst Heldt, jeder in Verein und Umfeld müsse sich einbringen und das, was in seinen Möglichkeiten steht, zum Erfolg beisteuern, hat Esser vernommen.

Grundsätzlich wird es immer schwieriger, wenn man längere Zeit nicht gewinnt. Aber wir dürfen uns nicht beeindrucken lassen.

Michael Esser

Vielleicht ist es bei Esser (Spitzname: "Bruno", benannt nach dem einst berühmt gewordenen Problembären) die ihn auszeichnende, ausgesprochene Ruhe, die der Mannschaft wieder in die Spur hilft. "Grundsätzlich wird es immer schwieriger, wenn man längere Zeit nicht gewinnt. Aber wir dürfen uns nicht beeindrucken lassen. Es gibt solche Phasen. Am Schönsten ist es, wenn man dann wieder einen Sieg feiern kann." Schon am Samstag daheim gegen Stuttgart soll es, muss es vielleicht so weit sein für 96.

Besinnung auf das Einfache

Esser: "Wenn man eine komplette englische Woche lang die Spiele verliert, kann man nicht von einer super Woche sprechen. Aber wir können es wiedergutmachen und sollten es schnellstmöglich tun." Verlieren sei nun einmal nicht schön. "Wir müssen uns wieder auf das Einfache besinnen, Ruhe bewahren, einfachen Fußball spielen. Auch wenn wir uns das ja schon in Frankfurt vorgenommen hatten..."

Michael Richter