Uerdingen: Verdacht auf Kreuzbandriss

Knieverletzung beim Kapitän: KFC wohl lange ohne Erb

Mario Erb nach der Erstversorgung

Getrübte Freude nach dem Sieg in Köln: Mario Erb erlitte eine Knieverletzung. imago

Nach einer Ergebnisdelle mit Niederlagen in Karlsruhe und gegen Zwickau fand der KFC Uerdingen am Wochenende wieder in die Spur. 2:1-Auswärtssieg bei Fortuna Köln, zumindest bis Montagabend wieder Rang drei im Klassement der 3. Liga.

So weit, so gut. Doch der Dreier im Südstadion war getrübt durch die womöglich schwere Knieverletzung des KFC-Kapitäns. Mario Erb verletzte sich Sekunden vor der Halbzeitpause und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Spielfeld gebracht werden. Trainer Stefan Krämer brachte Maurice Jerome Litka für seinen Innenverteidiger.

Spielersteckbrief Erb

Erb Mario

Spielersteckbrief Litka

Litka Maurice

Trainersteckbrief Krämer

Krämer Stefan

"Natürlich kann man sich dann nicht so über den Sieg freuen. Die Prognose sieht sehr schlecht aus", sagte der Coach nach Schlusspfiff der Partie, in der er einen effizienten und defensiv stabilen KFC gesehen hatte.

Vom Kampf geprägtes Spiel: "Krieger und Mentalitätsspieler"

Das Spiel war geprägt von Kampf und ließ im Offensivspiel noch einige Wünsche offen. Krämer bot eine Dreierkette mit Dominic Maroh, Erb und Christopher Schorch auf, die zusammen mit den Außenspielern Christian Dorda und Kevin Großkreutz für Defensivstärke und Stabilität sorgte. Krämer: "Ich wollte Krieger und Mentalitätsspieler auf dem Platz haben. Die Einstellung hat gestimmt. Wir haben alles reingehauen."

Die Offensive lahmte bisweilen. Sturmspitze Stefan Aigner war oft allein auf weiter Flur. Nach einer Stunde ging der Plan jedoch auf, der flinke Aigner erlief einen langen Ball und schoss das 1:0. Das Pendel schlug Richtung KFC aus. "Wir haben derzeit nicht den einen Neuner. So müssen wir unser Spiel verändern, für die Angreifer Räume schaffen", sagte Krämer. In der Offensive sorgten nach der Pause die schnellen Leute wie Aigner, Connor Krempicki, Joker Litka und Oguzhan Kefkir für mehr Gefahr im Umschaltspiel.

aho/al