RB siegt und verdrängt die Nebengeräusche

Leipzig: Drei Punkte - und drei Gründe zu feiern

Marcel Halstenberg und Jean-Kevin Augustin (v.li.)

Im Blickpunkt: Marcel Halstenberg und Jean-Kevin Augustin (v.li.). imago

1. Die Null: Es war das dritte Pflichtspiel in dieser Saison, in dem Leipzig kein Gegentor kassierte. Zuvor war das nur zwei Mal in der Qualifikation zur Europa League gelungen. In der Bundesliga hat RB sogar seit März nicht mehr zu Null gespielt. Damals wie heute hieß der Gegner: Stuttgart.

"Besonders freut mich, dass wir zu Null gespielt haben", meinte Coach Ralf Rangnick nach der Partie. "Wir waren die ganze Zeit unterwegs, egal, ob mit Ball oder ohne, sehr, sehr einsatzbereit", ergänzte Yussuf Poulsen. Mit knapp 13,5 gelaufenen Kilometern war Diego Demme sogar der laufstärkste Spieler des Spieltags. Dazu stimmte die Konzentration über die ganze Spieldauer, sodass Leipzig diesmal ohne Gegentreffer blieb.

Ich freue mich zudem besonders für Marcel Halstenberg, dass er erstmals wieder 90 Minuten auf dem Rasen stand. In der Kabine hat er von der gesamten Mannschaft Standing Ovations bekommen.

RB-Trainer Ralf Rangnick

2. Das Halstenberg-Comeback: Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss stand Marcel Halstenberg erstmals wieder in der Startelf. Der ehemalige Nationalspieler zeigte gleich eine ordentliche Leistung, bereitete das 2:0 von Jean-Kevin Augustin vor und ließ auf seiner Abwehrseite fast nichts zu, auch wenn er kaum gefordert wurde.

"Am Anfang war es sehr anstrengend", gestand der Linksverteidiger nach Abpfiff. "In der zweiten Halbzeit ging es aber ganz gut, weil wir das Spiel unter Kontrolle hatten. Ich habe ein relativ gutes Spiel gemacht und bin überglücklich, dass es so gut gelaufen ist." Auch sein Trainer zeigte sich zufrieden: "Ich freue mich zudem besonders für Marcel Halstenberg, dass er erstmals wieder 90 Minuten auf dem Rasen stand. In der Kabine hat er von der gesamten Mannschaft Standing Ovations bekommen. Hut ab vor ihm und seiner Leistung."

3. Die Franzosen: Die beiden angezählten Franzosen Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin trugen beide ihren Teil zum Heimsieg bei. Mukiele stand in der Startelf und zeigte eine gute Leistung, Augustin schoss wie beschrieben das dann entscheidende zweite Tor.

"So wie heute würden wir sie gerne jedes Mal sehen", meinte Mitspieler Poulsen. Zuvor war das Duo erneut wegen Disziplinlosigkeit aufgefallen und hatte gegen die intern aufgestellten Regeln verstoßen. Das sei wie in einer Familie, sagte Rangnick, an irgendeinem Punkt müssten Konsequenzen gezogen werden. Für die Franzosen hieß das: Kein Kaderplatz gegen Frankfurt (1:1). Jetzt kehrten beide zurück und unterstrichen ihren sportlichen Wert. Damit sei die Sache für ihn abgeschlossen, betonte Rangnick.

Fabian Held

Bilder zur Partie RB Leipzig - VfB Stuttgart