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Thy bekommt Fairplay-Preis - Auszeichnung für Mbappé

Deschamps als Welt-Trainer geehrt

Thy bekommt Fairplay-Preis - Auszeichnung für Mbappé

Lennart Thy

Bekam von der FIFA den Fairplay-Preis für seinen Einsatz als Stammzellenspender. Getty Images

FIFA-Fairplaypreis des Jahres: Lennart Thy (VVV Venlo)

Die FIFA zeichnete den deutschen Lennart Thy mit dem Fairplay-Preis des Jahres aus. Der 26-Jährige, der 2009 mit der deutschen U 17 Europameister und zugleich Torschützenkönig geworden war, hatte mit einer großartigen menschlichen Geste für Aufsehen gesorgt. Der Stürmer (11 Bundesligaspiele für Werder Bremen, 122 Zweitligaspiele für St. Pauli) half einem Leukämiepatienten. Bei dem an Blutkrebs erkrankten Patienten und dem Stürmer, der zu diesem Zeitpunkt als Leihgabe von Werder bei Venlo in den Niederlanden spielte, war eine seltene Übereinstimmung ihrer DNA festgestellt worden.

Spielersteckbrief Thy
Thy

Thy Lennart

Spielersteckbrief Courtois
Courtois

Courtois Thibaut

Spielersteckbrief Marozsan
Marozsan

Marozsan Dzsenifer

Spielersteckbrief Marta
Marta

Vieira da Silva Marta

Spielersteckbrief Salah
Salah

Salah Mohamed

Spielersteckbrief Mbappé
Mbappé

Mbappé Kylian

Trainersteckbrief Deschamps
Deschamps

Deschamps Didier

Trainersteckbrief Pedros
Pedros

Pedros Reynald

Trainersteckbrief Altiparmak

Altiparmak Mehmet

FC Liverpool - Vereinsdaten
FC Liverpool

Gründungsdatum

15.03.1892

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Paris St. Germain - Vereinsdaten
Paris St. Germain

Gründungsdatum

12.08.1970

Vereinsfarben

Blau-Rot

Real Madrid - Vereinsdaten
Real Madrid

Gründungsdatum

06.03.1902

Vereinsfarben

Weiß-Blau

Frankreich - Vereinsdaten
Frankreich

Gründungsdatum

01.01.1919

BB Erzurumspor - Vereinsdaten
BB Erzurumspor
Olympique Lyon - Vereinsdaten
Olympique Lyon

Als Thy, der sich sieben Jahre zuvor als Stammzellenspender registrieren hatte lassen, um Hilfe gebeten wurde, zögerte er nicht und verzichtete dafür sogar auf einen Liga-Einsatz für Venlo. Seine Geste kam sehr gut an, beim Publikum und den Vereinen - so wurde er damals in Abwesenheit sogar zum Spieler des Spiels gewählt. Die FIFA ehrte ihn nun auch noch. "Es ist für mich eine große Ehre hier zu sein", sagte Thy in London: "Es war eine Selbstverständlichkeit für mich, zu helfen. Das Beste ist, dass sich viele Menschen als mögliche Spender haben registrieren lassen." Thy spielt mittlerweile beim türkischen Erstligisten Büyüksehir.

FIFA-Welttrainer: Didier Deschamps (Frankreich)

Frankreichs Weltmeistertrainer Didier Deschamps erhielt die Auszeichnung als FIFA-Welttrainer. Der 49-Jährige setzte sich unter anderem gegen Zinedine Zidane, der mit Real Madrid dreimal in Folge die Champions League gewonnen hatte, und Zlatko Dalic (WM-Zweiter mit Kroatien) durch. In einer kurzen Ansprache dankte Deschamps, der 1998 schon als Spieler Weltmeister geworden war, dem französischen Verbandspräsidenten Noël Le Graët für die Unterstützung in den zurückliegenden Monaten - und seinem Team. "Wir alle wissen, dass wir Trainer ohne unsere Mannschaft nichts sind", sagte Deschamps.

Luka Modric, Didier Deschamps und Marta

Welttrainer Didier Deschamps (M.) mit Weltfußballer Luka Modric (li.) und Weltfußballerin Marta. Getty Images

FIFA-Welttrainer (Frauen): Reynald Pedros (Olympique Lyon)

Mit Reynald Pedros wurde ein weiterer französischer Trainer ausgezeichnet. Der 46-Jährige gewann mit dem Frauenteam von Olympique Lyon den französischen Titel und die Champions League und hatte damit auf Anhieb großen Erfolg. Der ehemalige Nationalspieler hatte den Klub erst im Sommer 2017 übernommen und sich gegen die japanische Nationaltrainerin Asako Takakura sowie die Trainerin der niederländischen Auswahl Sarina Wiegman durchgesetzt.

FIFA-Weltfußballerin (Frauen): Marta (Orlando Pride, Brasilien)

Die brasilianische Nationalspielerin Marta bekam die Auszeichnung als FIFA-Weltfußballerin. Die 32-Jährige von Orlando Pride hatte diese Auszeichnung von 2006 bis 2010 fünfmal nacheinander gewonnen. In diesem Jahr triumphierte sie mit Brasilien in der Südamerika-Meisterschaft der Frauen. Leer ging dadurch die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan aus, die gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Ada Hegerberg (Norwegen) ebenfalls nominiert war. Beide hatten mit Olympique Lyon die Meisterschaft und die Champions League gewonnen.

Die FIFA-Weltauswahl des Jahres

Real Madrid stellte die meisten Spieler der Welt-Auswahl: Mit Luka Modric, der als FIFA-Weltfußballer ausgezeichnet wurde , Raphael Varane, Sergio Ramos und Marcelo kamen vier Akteure vom amtierenden Champions-League-Sieger in die Mannschaft. Auch Cristiano Ronaldo, der inzwischen das Trikot von Juventus Turin trägt, bei der Verleihung aber nicht anwesend war, gehört zu dem Team. Diesem gehören zudem Dani Alves und Kylian Mbappé von Paris St. Germain, David de Gea (Manchester United), Lionel Messi (FC Barcelona), N'golo Kanté und Eden Hazard (beide FC Chelsea) an. Die elf Profis wurden aus 25.000 Akteuren aus rund 70 Ländern ausgewählt. Die deutschen Nationalspieler Toni Kroos, Mats Hummels, Joshua Kimmich und Marc-Andre ter Stegen hatten es in die 55 Spieler umfassende Vorauswahl geschafft.

Die Welt-Elf 2018: De Gea - Dani Alves, Varane, Sergio Ramos, Marcelo - Modric, Kante - Hazard, Messi, Mbappé - Cristiano Ronaldo

FIFA-Welttorhüter des Jahres: Thibaut Courtois (Real Madrid, Belgien)

Zum FIFA-Welttorhüter wurde Thibaut Courtois. Der 26-Jährige erreichte mit der belgischen Nationalmannschaft den dritten Platz bei der WM und überzeugte als sicherer Rückhalt. Inzwischen spielt der Keeper bei Real Madrid, hat dort allerdings noch keinen Stammplatz inne. In der Abstimmung landete er vor Frankreichs Weltmeister Hugo Lloris und Dänemarks Kasper Schmeichel.

Mohamed Salah

Wurde für das beste Tor ausgezeichnet: Liverpools Mohamed Salah. imago

Bester junger Spieler des Jahres: Kylian Mbappé (Paris St. Germain, Frankreich)

Als bester junger Spieler wurde Kylian Mbappé ausgezeichnet. Der 19-Jährige erzielte in der Saison 2017/18 21 Tore und gab 15 Vorlagen in 44 Pflichtspielen für Paris St. Germain. Bei der WM traf er außerdem in sieben Partien viermal und trug sich auch im Finale gegen Kroatien (4:2) in die Torschützenliste ein.

Puskas-Award für das beste Tor: Mohamed Salah (FC Liverpool)

Die Auszeichnung für das beste Tor erhielt Mohamed Salah. Der Treffer des Offensivstars gegen den FC Everton in der vergangenen Premier-League-Saison setzte sich unter anderem gegen die Fallrückzieher-Tore von Cristiano Ronaldo und Gareth Bale in der Champions League durch.

pau/drm

Modric: Antreiber, Edeltechniker - Weltfußballer!