Zwickaus Kapitän schlägt nach Niederlage Alarm

Wachsmuth: "So wird es unmöglich"

Toni Wachsmuth

Zwickaus gefährlichster Torschütze: Innenverteidiger Toni Wachsmuth. imago

Die erste Begegnung mit seiner "alten Liebe Osnabrück" endete für Joe Enochs ernüchternd. Über 20 Jahre war der 47-Jährige als Spieler und Trainer für den VfL tätig gewesen. Nach dem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Spieler- und Trainerkollegen Daniel Thioune musste der US-Amerikaner die verdiente Niederlage neidlos anerkennen. "Wir haben heute viele der Zweikämpfe nicht angenommen, so wurde es ganz schwer für uns", analysierte Enochs.

Zu hart wollte Zwickaus Übungsleiter mit seiner Defensive allerdings nicht ins Gericht gehen. Die Abwehrreihe um Kapitän Toni Wachsmuth erledigte ihre Aufgaben weitgehend souverän und wurde nur durch einen Sonntagsschuss überwunden . Vielmehr drückt der Schuh derzeit in der Offensive. Der letzte Treffer aus dem Spiel gelang dem aktuellen Tabellenvierzehnten am dritten Spieltag. Damals brachte Flügelspieler Nils Miatke seine Truppe beim 1:1-Unentschieden gegen Braunschweig in Führung. Seitdem wartet der FSV auf einen Treffer seiner Offensivakteure.

Osnabrück war uns fast in allen Belangen überlegen, war auch kämpferisch die bessere Elf.

Nils Miatke

Die letzten vier Tore erzielte allesamt Innenverteidiger Toni Wachsmuth, wohlgemerkt per Elfmeter. "Wir haben viel falsch gemacht und unsere Stärken nicht zum Tragen gebracht. Osnabrück war uns fast in allen Belangen überlegen, war auch kämpferisch die bessere Elf", ärgerte sich Miatke. Während der FSV in den vergangenen Jahren oft für Leidenschaft und bedingungslosen Einsatz stand, waren diese Eigenschaften bei den letzten Vorstellungen der Rot-Weißen nicht mehr zu erkennen. Für Kapitän Wachsmuth ein alarmierendes Signal: "So wird's nicht nur schwer für uns, so wird es unmöglich!"

Schwierig wird die kommende Aufgabe für Zwickau definitiv. Am Mittwoch gastiert die Truppe von Joe Enochs beim Tabellenführer Uerdingen. "Da müssen wir nicht lange über die Pleite gegen Osnabrück reden, sondern müssen uns schnell wieder auf unsere Stärken besinnen", richtet Miatke den Blick nach vorne. Trainer Enochs schlägt in dieselbe Kerbe und gibt sich trotz der komplizierten Auswärtsaufgabe optimistisch. "Wir werden in Uerdingen wieder aufstehen und müssen dort vor allem mehr Akzente nach vorne setzen."

kon, gd