Berlin feiert Fußball-Fest - Grujic fällt vorerst aus

Dardai strahlt und nimmt Herrmann in Schutz

Pal Dardai

Jubel allenthalben: Pal Dardai und die Hertha starten bemerkenswert stark in die Saison. imago

Es war ein Samstag, der bemerkenswerte Zahlen aus Hertha-Sicht lieferte: Vier Tore in einem Spiel , das hatte es in der Bundesliga zuletzt vor knapp drei Jahren gegeben. Mit 4:0 siegten die Hauptstädter am 12. Dezember 2015 am Darmstädter Böllenfalltor. Erstmals seit April 2017 gelangen zudem zwei Heimsiege in Folge. Und mit Ondrej Duda erzielte erstmals in der Liga-Geschichte ein Herthaner vier Tore an den ersten vier Spieltagen.

Es gab also allen Grund zur Freude im Olympiastadion. Zumal die Hausherren sich nicht durch den Rückstand nach Hazards Foulelfmeter beirren ließen und eine starke Reaktion zeigten. Ibisevic und Lazaro drehten den Spieß binnen weniger Minuten um und sorgten für die hochverdiente 2:1-Pausenführung.

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0
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Gute Reaktion "in der Druckphase"

"Wir haben eine gute erste Halbzeit gezeigt, in der Druckphase gut reagiert", lobte Pal Dardai nach dem Spiel die Antwort auf den zwischenzeitlichen Rückstand. Im zweiten Abschnitt war der Hertha-Coach dann nicht vollumfänglich zufrieden. Zwischen Minute 60 und 70 habe seine Mannschaft "zu tief verteidigt". Durch Plea kamen die Gäste nach Ibisevics Kontertor zum 3:1 nochmals heran und sorgten für Spannung, ehe Duda mit seinem Linksschuss den Deckel draufmachte (73.).

Unter dem Strich erlebte Berlin einen "tollen Tag, viele Tore und eine schöne Stimmung", wie Dardai gegenüber "Sky" bilanzierte. "Das ist das, was wir uns vorgenommen haben. Schöneren Fußball zeigen. Es war ein gutes Spiel von uns", so der Ungar weiter.

"Die jungen Spieler können von den alten lernen"

Mit Blick nach vorne führte der Trainer aus: "Wir wissen, was wir können. Wir haben eine gute Mischung im Kader. Die jungen Spieler können von den alten lernen." Das Team müsse nun das vorhandene Selbstvertrauen in weitere Erfolgserlebnisse umwandeln. "Fußball ist ein komischer Sport, wir wollen dranbleiben", sagte Dardai, der mit seiner Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz erreichen will ("Platz eins bis neun").

Grujic erleidet Bänder- und Kapselriss im Sprunggelenk

Ein Wermutstropfen war die Sprunggelenk-Verletzung des agilen Marko Grujic, der nach dem harten Einsteigen von Patrick Herrmann ("Das war scheiße von mir, ich wollte den Ball spielen") vom Feld geführt werden musste. "Es sieht nicht gut aus, er ist ein Leistungsträger", klagte Dardai, der aber auch einen Grund für die Szene kannte. "Das ist das Problem, wenn offensive Spieler Zweikämpfe führen und den Ball durch Pressing erobern wollen", sagte der Ungar mit Blick auf Herrmann, wollte dem Borussen aber keinerlei Absicht unterstellen. Am Abend teilten die Berliner mit: Grujic hat einen Bänder- und Kapselriss erlitten und fällt wochenlang aus.

aho