Rebic gegen Leipzig im Frankfurter Kader?

Hütter mit neuem "Selbstwertgefühl" vom Rollfeld

Adi Hütter mit Simon Falette

Glücksgefühle im Geisterspiel: Eintracht-Trainer Adi Hütter, hier mit Simon Falette. picture alliance

Quasi direkt vom Rollfeld eilte Adi Hütter am frühen Freitagnachmittag in den Bauch der dem Frankfurter Flughafen nahe gelegenen Arena, um nur wenige Stunden nach dem 2:1-Sieg bei Olympique Marseille schon auf das kommende Spiel gegen RB Leipzig am Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) zu blicken.

Noch im Vereinsanzug gekleidet gab sich der Österreicher zuversichtlich, gerade wegen des noch nachwirkenden Auftritts am Vorabend. "Wir haben durch den Sieg Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gewonnen", berichtete Hütter, vor allem nach den beiden "unglücklichen Niederlagen" in der Liga bei Borussia Dortmund (1:3) und gegen Werder Bremen (1:2).

Ob oder wie viel der Coach nach dem aufreibenden Spiel in Südfrankreich rotieren wird, war ihm unmittelbar nach der Rückkehr selbst noch nicht klar. Während die in Frankfurt gebliebenen Profis und die in Marseille gar nicht oder kurz eingesetzten Spieler am Freitag voll trainieren, regeneriert der Rest der Mannschaft und steht erst wieder am Samstag auf dem Platz. "Eine Rotation ist zu überdenken und möglich", formuliert es Hütter: "Es kommt auf den Zustand der Mannschaft an."

Hütter über Gacinovic: "Er kann es besser"

In Frage käme dafür zum Beispiel Mijat Gacinovic, der in Marseille zur Halbzeit ausgewechselt wurde und bereits vorher nicht hundertprozentig fit gewesen war: "Im Spiel hat man gesehen, dass er bemüht war, aber körperlich nicht den Eindruck gemacht hat wie zuletzt. Seine Leistung war okay, aber er kann es besser", urteilte Hütter. Auch wenn dem Serben nicht viel gelang, der Pass auf Danny da Costa, der direkt nach dem frühen 0:1 fast zum postwendenden Ausgleich führte, war sehenswert und deutete das große Potenzial des 23-Jährigen einmal mehr an.

Wunschbesetzung für den offensiven Flügel ist weiterhin Ante Rebic. Der kroatische Vize-Weltmeister, so Hütter, "wird mitunter eine Option für den Kader" sein. Es zählt wohl der Eindruck am Samstag. Hinten links sind die Möglichkeiten weiter begrenzt. Jetro Willems ist noch einmal gesperrt, Taleb Tawatha laboriert weiter an seinen Rückenproblemen und ist fraglich.

Falette überzeugt Hütter, "ohne richtig aufgewärmt zu sein"

In Abwesenheit der beiden Stamm-Linksverteidiger hat sich Simon Falette wieder in den Vordergrund gespielt. Der Franzose, eigentlich Innenverteidiger, lief bereits in Dortmund dort auf (kicker-Note 4) und wurde am Donnerstag nach dem Platzverweis für Willems erneut auf die Außenbahn befördert. "Kompliment an Simon. Er hat es ordentlich gemacht, ohne richtig aufgewärmt zu sein, und war am 2:1 beteiligt", lobte Hütter. Während die Vorlage für Luka Jovic nach einem Doppelpass mit Filip Kostic tatsächlich stark war, hatte Falette aber auch großes Glück, dass der slowenische Schiedsrichter Matej Jug sein Foul an Florian Thauvin nicht mit einem Elfmeter bestrafte (82.).

Patrick Kleinmann

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