Schlusslicht Duisburg greift nach dem ersten Saisonsieg

Das "wahre" MSV-Gesicht für die "guten Gäste" aus Aue?

Lassen sie nun den ersten Dreier folgen? MSV-Kapitän Kevin Wolze (r.) und Stanislav Iljutcenko.

Lassen sie nun den ersten Dreier folgen? MSV-Kapitän Kevin Wolze (r.) und Stanislav Iljutcenko. imago

Bis zum erlösenden 2:2 bei Union Berlin war Duisburg auf der Suche nach dem ersten Punkt und dem ersten Tor. Nun soll es stetig aufwärts gehen. Keine Hilfe sind dabei vorerst der Langzeitverletzte Christian Gartner, Moritz Stoppelkamp (Muskelfaserriss), Richard Sukuta-Pasu (Magen-Darm Beschwerden), Enis Hajri (Sprunggelenksverletzung) und John Verhoek (Haarriss im rechten Schulterdach).

"Wir haben uns mit den ersten beiden Toren und einem Punkt endlich belohnt. Natürlich hätten wir aufgrund des späten Gegentreffers auch lieber die drei Punkte mitgenommen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft weiter zusammenstehen. Die Partie hat uns Selbstvertrauen für die Woche gegeben", erklärte Mittelfeldmann Fabian Schnellhardt im Vorfeld: "Wir wollen gegen Aue auf jeden Fall den ersten Heimsieg landen." Es warte in jedem Fall ein schweres Spiel, wobei es im Unterhaus für den MSV ohnehin "keine einfachen Spiele" gebe.

Den rund 12.000 erwarteten Zuschauern kündigte Schnellhardt eine MSV-Mannschaft an, die mit einem "Riesenwillen" ins Spiel gehen wolle. Das Remis in Berlin gebe Hoffnung: "Es war wichtig, unser wahres Gesicht zu zeigen. Zu zeigen, dass wir noch leben", so der 24-Jährige.

Veilchen gewannen noch nie in Duisburg

In die gleiche Kerbe schlägt Coach Ilia Gruev: "Wir werden gegen Aue alles versuchen, um das Spiel zu gewinnen. Die Partie in Berlin hat gezeigt, dass wir besser sind als der aktuelle Tabellenplatz zeigt. Wir haben als eine Einheit agiert und uns mit einem Punkt belohnt. Es war ein erster Schritt in die richtige Richtung, jetzt müssen wir aber gegen Aue den nächsten Schritt machen." Es gehe gegen die Veilchen auch darum, den "positiven Trend weiter fortzusetzen".

Insgesamt erwartet Gruev ein "interessantes Spiel auf Augenhöhe". Und die Statistik macht dem MSV durchaus Hoffnung, dass der Gegner sich mal wieder als "guter Gast" erweist: Sieben Spiele in Folge sind die Zebras gegen Aue ungeschlagen - mit sechs MSV-Siegen und einer Punkteteilung. Darüber hinaus haben die Sachsen noch nie (!) in Duisburg gewonnen.

msc

10

Schlechtes Omen für Köln - Schnatterers Franken-Phobie