Spanien: Verband setzt sich zur Wehr

La Liga in den USA? RFEF will Verlegung verbieten

FC Barcelona

Zuletzt weilte Barça im August in den USA, im Januar soll dort ein Liga-Spiel stattfinden. imago

La Liga in den USA - die Liga will es, der Verband nicht. Laut Medienberichten vom Freitag strebt Letzterer ein Verbot des für den 26. Januar in Miami angedachten Aufeinandertreffens zwischen dem FC Girona und Meister FC Barcelona an. Die RFEF wolle noch im Laufe des Tages einen Brief an den Präsidenten der Profiliga, Javier Tebas, senden, um den Sachverhalt zu verdeutlichen.

Die Begegnung in den USA sei "nicht genehmigt" worden, äußerte ein Verbandssprecher am Donnerstagabend im Radiosender "Cadena Cope". Die Chancen, dass das Spiel in Miami über die Bühne gehe, lägen "bei 0,0 Prozent", hieß es weiter.

FC Barcelona - Vereinsdaten

Gründungsdatum

29.11.1899

Vereinsfarben

Blau-Rot

FC Girona - Vereinsdaten

Vertrag läuft über 15 Jahre

Erst vor einigen Wochen hatte La Liga bekanntgegeben, dass man erstmals in der Geschichte der Primera Division Spiele auch im Ausland austragen wolle. Ein entsprechender Vertrag mit 15-jähriger Laufzeit wurde den Angaben zufolge mit dem US-Unternehmen Relevent unterzeichnet. In der Anfangsphase soll demnach zunächst nur eine Begegnung pro Spielzeit in Nordamerika stattfinden. Nach den Plänen der Liga sollen Girona und Barça im Hard Rock Stadium in Miami aufeinandertreffen. Dazu wurde am 11. September beim Verband offiziell ein Antrag gestellt.

"Hauptziel des Abkommens ist es, den Fußball in den USA und in Kanada zu fördern", teilte La Liga mit. Die spanische Spielergewerkschaft sprach sich derweil energisch gegen diese Pläne aus und drohte sogar mit einem Streik. Nach Angaben der RFEF wird die Möglichkeit eines Liga-Spiels in den USA auch vom Weltverband FIFA sowie vom europäischen Verband UEFA nicht gutgeheißen.

aho/dpa