Sandhausen: Müller einsatzbereit, Karl fraglich

Kocak vor Köln: "Stellen uns der Aufgabe sehr gerne"

Kenan Kocak, Trainer SV Sandhausen

War als Spion in Köln: SVS-Trainer Kenan Kocak. imago

Der späte Ausgleichstreffer tat richtig weh. Als schon alles nach dem ersten Saisonsieg für den SVS aussah, trat Darmstadts Standardspezialist Tobias Kempe zum direkten Freistoß an und entriss den Sandhäusern zwei Punkte . "Es ist nach wie vor bitter. Aber die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, stimmt mich zuversichtlich", erklärte Kenan Kocak am Mittwoch, zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Köln (Freitag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de).

"Auf uns wartet gegen Köln eine große Aufgabe, der wir uns aber sehr gerne stellen", betonte der Coach. Der Respekt vor dem Bundesliga-Absteiger ist natürlich groß. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass der FC am Ende der Saison aufsteigen wird", meinte Kocak und ging ins Detail: "Köln hat vom Spielfeld über die Bank bis auf die Tribüne eine enorm hohe individuelle Klasse, vor allem in der Offensive."

Kocak als Spion in Köln

Der FC stellt mit 14 Treffern die stärkste Offensive der Liga, kassierte beim jüngsten 3:5 gegen Paderborn aber seine erste Saisonniederlage. Kocak war im Stadion und berichtete: "Köln war für mich die bessere Mannschaft, Paderborn allerdings brutal effektiv. Der FC hat einen fantastischen Kader und eine extrem hohe Qualität. Ihre Idee vom Fußball ziehen die Kölner gnadenlos durch."

Sein eigenes Personal betreffend hatte Kocak zumindest eine gute Nachricht zu vermelden: Linksaußen Felix Müller, der zuletzt wegen Oberschenkelproblemen ausgesetzt hatte, ist wieder im Training und fit für das Köln-Spiel. Dagegen müsse der SVS bei Markus Karl (Schlag aufs Schienbein) weitere Untersuchungen abwarten.

Besonderes Spiel für Lomb - 12.000 Zuschauer erwartet

Der volle Einsatz von Torhüter Niklas Lomb ist Kocak gewiss. "Als gebürtiger Kölner ist das Spiel am Freitag natürlich etwas Besonderes für mich", verriet der 25-Jährige. Es gehe für ihn und seine Teamkollegen aber um nichts anderes als den ersten Dreier. Was ihm Mut macht? "In keinem Spiel waren wir chancenlos", sagte Lomb mit Blick auf die Tabelle, wo der FC (4.) wie die bisherigen Gegner unter den ersten Sechs steht.

Sandhausen traut sich also eine Überraschung zu - und das Drumherum am Hardtwald wäre perfekt: Der SVS rechnet gegen die Geißböcke mit einer der besten Kulissen seiner Vereinsgeschichte. Bislang wurden 11.500 Tickets abgesetzt, rund 12.000 Zuschauer werden erwartet.

cfl