Hannoveraner verbindet mit FCN positive Gefühle

Füllkrug: "In Nürnberg eine tolle Zeit gehabt"

Derbyheld: Der damalige Nürnberger Niclas Füllkrug freut sich mit Patrick Erras über den Sieg 2016 gegen Greuther Fürth.

Derbyheld: Der damalige Nürnberger Niclas Füllkrug freut sich mit Patrick Erras über den Sieg 2016 gegen Greuther Fürth. imago

Vor knapp zwei Jahren machte ihm eine Syndesmosezerrung einen Strich durch die Rechnung. Bei der ersten möglichen dienstlichen Rückkehr nach Nürnberg musste Niclas Füllkrug passen - prompt verlor sein Verein Hannover 96 am 23. Oktober 2016 beim "Club" mit 0:2, kehrte allerdings bekanntlich am Ende der Saison trotzdem in die Bundesliga zurück. Weil der FCN es den Niedersachsen ein Jahr später gleich tat, besteht nun am Samstag erstmals wieder die Gelegenheit für Füllkrug, seinen alten Arbeitsplatz, das Max-Morlock-Stadion, zu betreten.

Das Frankenland ist für den gebürtigen Hannoveraner mehr als nur ein kleiner Fleck auf der Landkarte. Als Werder-Leihgabe hatte Füllkrug im August 2013 erstmals dort angeheuert, allerdings beim großen Nürnberger Rivalen Greuther Fürth. Sechs Tore in 21 Zweitligaspielen reichten damals nicht aus, die Bremer zu überzeugen, an dem Stürmertalent festzuhalten. Erneut ging Füllkrug auf Wanderschaft, diesmal zum 1. FC Nürnberg. Ein glücklicher Karriereschritt. "Nürnberg ist für mich ein besonderer Verein, ich habe da eine tolle Zeit gehabt und verbinde sehr viele positive Gefühle damit", sagt der heute 25-Jährige, zu dessen Highlights sicherlich der 2:1-Siegtreffer am 26. Februar 2016 im Derby gegen Fürth gehört, mit dem er unmittelbar vorausgegangene Nürnberger Pleiten in Duellen gegen das "Kleeblatt" vergessen ließ.

Spielersteckbrief Füllkrug

Füllkrug Niclas

Werder nahm Füllkrug nicht zurück

Geschichte! Auch nach der Nürnberger Zeit wollte Werder Füllkrug trotz einer Rückkaufoption nicht zurückhaben. "Niclas' Entwicklung war damals noch nicht so weit wie jetzt", erinnert sich an der Weser Fußball-Geschäftsführer Frank Baumann an die Beweggründe der Grün-Weißen. Die Zeiten haben sich gehörig geändert: Füllkrug ist inzwischen ein Bundesliga-Topstürmer, für den Borussia Mönchengladbach im Sommer zur Zahlung von 18 Millionen Euro bereit war.

Der Fortgang der Story ist bekannt: Der Umworbene musste in Hannover bleiben, verlängerte dort inzwischen bis 2022 und ist längst ein Führungsspieler, für den nach drei sieglosen 96-Partien zum Start nun am Samstag ein Erfolg im Vordergrund steht. "Jetzt kommt in Nürnberg ein Spiel, da können wir etwas mitnehmen", sagt Füllkrug und macht aus seiner persönlich großen Motivation, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, keinen Hehl. "Ich freue mich riesig auf das Spiel."

Michael Richter