Langlitz schießt Tecklenburger zum Sieg über Zwickau

Vollgas-Fußball unter Drube: Sportfreunde klettern

Langlitz trifft für Lotte

Ein Schuss, drei Punkt: Alexander Langlitz (re.) trifft tief in der Nachspielzeit zum Sieg über Zwickau. imago

Es lief schon die dritte Minute der Nachspielzeit, als sich Zwickaus Torhüter Matti Kamenz in Sachen Strafraumbeherrschung verschätzte und die Sportfreunde nach einem hohen Ball in die Gefahrenzone ins Spiel brachte. Alexander Langlitz ließ sich nicht zweimal bitten und hämmerte das Spielgerät aus acht Metern unter den Querbalken - 2:1!

Wenig später brachen alle Dämme, als der zweite Sieg in Folge in trockenen Tüchern war. "Wir haben 90 Minuten Vollgas-Fußball geboten", freute sich Matchwinner Langlitz. "Deshalb ist der Sieg auch verdient." Sein Trainer sah es ebenso: "Die Jungs haben bis zuletzt immer an sich geglaubt", lobte Nils Drube.

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Trainersteckbrief Drube

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Langlitz Alexander

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Rahn Matthias

Nach fünf sieglosen Partien zum Start in diese Saison ist Lotte nun also wieder dran am hinteren Tabellen-Mittelfeld. Es war ein harter Kampf gegen die Zwickauer um den früheren Osnabrücker Coach Joe Enochs. Das Chancenverhältnis sprach jedoch für die Sportfreunde. Zweimal rettete Zwickaus Innenverteidiger Nico Antonitsch, der zu Beginn per Kopf den Außenpfosten getroffen hatte, auf der Linie. Zudem hatte Gerrit Wegkamp Pech mit einem Alutreffer.

Tor für die Großeltern: Rahn hält Wort

Im Fokus stand neben Siegtorschütze Langlitz auch Innenverteidiger Matthias Rahn. Der Abwehrrecke hatte seinen Großeltern vor deren Stadionbesuch "ein Tor versprochen". Rahn, der schon beim Sieg in Karlsruhe getroffen hatte, hielt Wort und köpfte kurz nach Wiederanpfiff freistehend zum 1:0 ein. Wenig später verursachte Rahn ("Für mich ein kleiner Witz. Ich weiß nicht, wo ich hin soll.") dann auch den Elfmeter gegen FSV-Sturmtank Ronny König, der zum Ausgleich durch Toni Wachsmuth führte. Ein Tor, das letztlich keinen Schaden anrichtete - weil die Sportfreunde bis zum Schluss auf dem Gaspedal blieben.

aho/as