Bundesliga

Bungert: "Ein Wellenbad der Gefühle"

Zuschauer-Minusrekord bei Mainzer Last-Minute-Sieg

Bungert: "Ein Wellenbad der Gefühle"

Niko Bungert

Hat keine gravierende Verletzung erlitten: Niko Bungert. imago

"Ein Last-Minute-Sieg ist etwas ganz Besonderes. Jetzt ist natürlich alles positiv, aber auch wenn wir das Spiel verloren hätten, würde ich sagen: Das schmeißt uns jetzt nicht um. Es war ein ganz schwieriges Spiel, wir haben die ersten 20 Minuten die zweiten Bälle nicht bekommen, trotzdem hat sich die Mannschaft Stück für Stück nach vorne geschoben", resümierte Rouven Schröder.

Besonders angetan zeigte sich der Sportvorstand, wie auch Trainer Sandro Schwarz, von der Reaktion des Teams auf das 0:1. "In der vergangenen Saison wären wir mit so einem Nackenschlag anders umgegangen. Mittlerweile hat die Mannschaft ein Grundvertrauen, dieses Spiel nicht zu verlieren. Und nach dem 1:1 hat man gespürt, dass sie mehr will. Es war für alle 21.105 Besucher ein Riesenspiel. Diese Zuschauer sagen es weiter und beim nächsten Mal sind mehr im Stadion", ist sich Schröder sicher. Der Minuswert lag bisher bei 23.371 und resultierte ebenfalls aus einer Partie gegen den FC Augsburg, wobei am 10. Februar 2017 andere Wetterumstände herrschten als an diesem sonnig-warmen Samstag.

Teilentwarnung bei Bungert

Ein "Wellenbad der Gefühle" war die Partie für Niko Bungert, der wegen des Ausfalls von Stefan Bell (Gehirnerschütterung) in der Startelf stand. In seiner ersten Partie von Anfang an seit dem 34. Spieltag 2016/17 erhielt der Mainzer Kapitän einen Schlag auf die Wade und musste eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt werden. Die Verletzung scheint aber weniger gravierend als zunächst befürchtet: Nachdem der Sieg perfekt war, kletterte der 31-Jährige wie von den Fans gefordert sogar noch auf den Zaun. "Als wir das Ding gedreht hatten, sind die Emotionen durchgegangen. Es ist ein wahnsinnig schöner Tag", sagte Bungert, der das 0:1 durch Don-Wong Ji auf der Bank ("Ich war ganz schön down") zunächst nicht richtig mitbekommen hatte. Als dann Ujah und Maxim trafen, war er aber wieder voll bei der Sache.

Michael Ebert

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg