Davis-Cup-Halbfinale

Rekordmann Cilic - Krimi in Frankreich

Marin Cilic

Kroatiens Rekordmann: Marin Cilic. imago

Kroatien, das im Gegensatz zum US-Team in Bestbesetzung antritt, wurde am Freitag seiner Favoritenrolle gerecht. Das erste Match zwischen Coric und Steve Johnson war phasenweise zwar recht ausgeglichen, ging letzten Endes aber doch klar mit 3:0 an den Weltranglisten-18. aus Kroatien. Coric behielt gegen die Nummer 30 der Welt mit 6:4, 7:6 (4), 6:3 die Oberhand.

Anschließend gab sich Cilic gegen Davis-Cup-Debütant Francis Tiafoe keine Blöße und zeigte dem 20-Jährigen, der auf Rang 40 in der Weltrangliste geführt wird, klar die Grenzen auf und gewann 6:1, 6:3, 7:6 (5). Cilic, Nummer sechs der Welt, schaffte vor 6000 Zuschauen zudem Historisches: Der 29-Jährige feierte seinen insgesamt 37. Sieg im Davis Cup (Einzel und Doppel zusammengezählt) und avancierte damit zum erfolgreichsten kroatischen Davis-Cup-Spieler aller Zeiten. Kroatien hofft darauf, den Davis Cup nach 2005 zum zweiten Mal zu gewinnen.

Fünfsatzkrimi zwischen Pouille und Bautista-Agut

Dafür wird es im Finale entweder gegen Spanien, das ohne den verletzten Weltranglistenersten Rafael Nadal (Knie) antreten muss, oder Frankreich gehen. In dem Nachbarschaftsduell ging es am Freitag enger zur Sachse. Spiel eins zwischen Benoit Paire und Pablo Carreno Busta ging zwar überraschend deutlich an die Nummer 54 der Welt, der seinen 33 Plätze besser postierten Gegenspieler mit 7:5, 6:1, 6:0 besiegte, allerdings entwickelte sich das anschließende Duell zwischen Lucas Pouille (Weltranglisten-19.) und Roberto Bautista-Agut (Weltranglisten-26.) zu einem echten Fünf-Satz-Krimi: Der Spanier gewann Satz eins mit 6:3 für sich, gab dann aber die folgenden beiden Durchgänge ab, ehe er Satz vier eintütete und den entscheidenden fünften Durchgang erzwang. In diesem behielt Pouille aber auch die Oberhand und gewann am Ende 3:6, 7:6 (7:5), 6:4, 2:6, 6:4

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