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"Bis auf Weiteres": Wolfgang Stark nicht mehr Video-Assistent - DFB zieht Konsequenzen aus umstrittenen Eingriffen in Wolfsburg

DFB zieht Konsequenzen aus umstrittenen Eingriffen in Wolfsburg

"Bis auf Weiteres": Stark nicht mehr Video-Assistent

Wolfgang Stark

Video-Assistent Wolfgang Stark. Getty Images

Beim 2:1-Sieg der Wölfe am letzten Samstag gegen die Königsblauen korrigierte Wolfgang Stark zweimal eine Entscheidung von Schiedsrichter Patrick Ittrich. Dieser hatte in der 64. Minute dem Schalker Matija Nastasic nach einem Foul an Wolfsburgs Wout Weghorst die Gelbe Karte gezeigt. Nach dem Eingreifen von Stark korrigierte Ittrich aber seine Entscheidung, nahm die Gelbe Karte zurück und schickte den Serben mit der Roten Karte vom Platz. Genau der umgekehrte Weg wurde dann ab der 68. Minute beschritten. Ittrich zeigte Weghorst nach einem Gerangel mit Guido Burgstaller zunächst die Rote Karte, nach Sichtung der TV-Bilder verminderte er dann das Strafmaß und beließ es bei Gelb für den Wölfe-Angreifer.

Der ehemalige Referee Dr. Jochen Drees, der ab dem 1. Oktober neuer Videobeweis-Beauftragter sein wird, nahm Ittrich in Schutz. "In Wolfsburg ist nach meiner persönlichen Auffassung in beiden Szenen die ursprüngliche Entscheidung richtig und nachvollziehbar gewesen", sagte Drees und führte weiter aus: "Ich finde, bei beiden Entscheidungen ist das kein Thema für die Video-Assistenz, sondern das sind Situationen, die der Schiedsrichter zu bewerten hat."

Am Mittwoch bestätigte der DFB, dass Stark "bis auf Weiteres" nicht mehr als Video-Assistent eingesetzt werde. Seine Tätigkeit im Coaching der 3. Liga bleibe davon unberührt.

Wolfgang Stark war von 1994 bis 2017 DFB-Schiedsrichter und pfiff von 1999 bis 2014 international. Noch vor Markus Merk ist er mit 345 geleiteten Partien Rekordhalter in der Bundesliga.

Aufregung um Video-Assistent auch in anderen Stadien

Der Videobeweis hatte am 1. Spieltag aber nicht nur in Wolfsburg für Aufregung gesorgt. Auch im Auftaktspiel zwischen Titelverteidiger Bayern München und 1899 Hoffenheim (3:1) sowie im Match zwischen Hertha BSC und Aufsteiger 1. FC Nürnberg (1:0) waren nicht alle Beteiligten mit den Video-Assistenten einverstanden.

jer

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