Warum Mainz seinen Publikumsliebling ziehen lässt

Schröder erklärt die De-Blasis-Entscheidung

Pablo De Blasis

Die Mainzer Fans müssen in Zukunft auf Publikumsliebling Pablo De Blasis verzichten. imago

"So wie Pablo De Blasis um diesen Schritt gekämpft hat, macht es wenig Sinn ihn hier zu halten", betont Schröder. Der 30 Jahre alte Argentinier hätte in den vergangenen Monaten und Wochen nahezu täglich betont, dass er nach einer neuen Herausforderung sucht. Nach vier Jahren beim 1. FSV Mainz 05 wollte er unbedingt seinen Traum verwirklichen, die Karriere in Spanien fortzusetzen. Doch bis Dienstagabend gab es keine konkreten Angebote, dann ging aber alles ganz schnell. Am Mittwoch saß De Blasis bereits im Flugzeug nach Spanien, wo er noch heute den Medizincheck absolvieren soll. Der Vollzug des Transfers scheint nur noch Formsache.

Eine hohe Ablöse wird der Bundesligaklub durch den Verkauf allerdings nicht einstreichen können. "Die Vereine tendieren immer mehr zu jüngeren Spielern", sagt Schröder aus eigener Erfahrung. Damit De Blasis seinen Wunsch verwirklichen kann in der La Liga zu spielen, verzichtet Mainz auf Geld. Es ist auch der Dank dafür, dass der Flügelspieler Mainz in den vergangenen vier Jahren wiederholt zum Klassenerhalt verholfen hat. In 103 Bundesligaspielen erzielte De Blasis 15 Tore und 15 Vorlagen.

Spielersteckbrief De Blasis

De Blasis Pablo

1. FSV Mainz 05 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.03.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

SD Eibar - Vereinsdaten

Gründungsdatum

30.11.1940

Wir müssen überdenken, ob es auf den Außenpositionen reicht?

Sportvorstand Rouven Schröder

Nach dem bevorstehenden Abschied wollen Schröder und Trainer Sandro Schwarz den Kader erneut durchleuchten. "Wir müssen überdenken, ob es auf den Außenpositionen reicht", sagt der Sportvorstand. Ohne De Blasis wären dafür noch Neuzugang Jean-Paul Boetius, Gerrit Holtmann, Karim Onisiwo, Robin Quaison und Levin Öztunali, der allerdings nach einem Muskelbündelriss ausfällt, vorhanden.

Michael Ebert

Die Sommer-Neuzugänge der Bundesligisten