3. Liga

Aufschwung bei den Würzburger Kickers: Michael Schiele will "demütig bleiben"

Trainer und Team freuen sich über guten Auftritt in Rostock

Würzburgs Aufschwung: Schiele will "demütig bleiben"

Michael Schiele

Lief in seiner aktiven Karriere für Aalen, Sandhausen und Schweinfurt auf: Würzburgs Trainer Michael Schiele. imago

Nach drei Niederlagen zum Auftakt gelang den Würzburger Kickers am 4. Spieltag der erste Sieg in der 3. Liga. Gegen Energie Cottbus gewannen die Unterfranken 3:1 und tankten jede Menge Selbstvertrauen. In der zweiwöchigen Liga-Pause zuvor, die aufgrund der ersten DFB-Pokalrunde, für die sich der FWK nicht qualifiziert hatte, stattfand, gewann das Team von Cheftrainer Schiele im Landespokal durch zwei weitere Siege Sicherheit - und nahm Schwung, für die Auswärtspartie bei Hansa Rostock. Dort zeigte Würzburg eine beeindruckende Leistung, ließ defensiv wenig zu und drehte nach einem 1:0 zur Pause im zweiten Durchgang richtig auf. "Wir sind gut in die Partie hineingekommen und hatten bereits vor dem 1:0 die eine oder andere Chance. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, genauso weiterzumachen", wird Schiele auf der Website des Drittligisten zitiert.

Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Wir wollten hier unser Ding durchziehen, das haben wir geschafft.

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3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Osnabrück
11
2
SpVgg Unterhaching
11
3
KFC Uerdingen 05
10

Das Vorhaben glückte: Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff stellte Simon Skarlatidis auf 2:0. Janik Bachmann und Orhan Ademi schraubten das Ergebnis in die Höhe. "Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Wir wollten hier unser Ding durchziehen, das haben wir geschafft", lobte Schiele.

Bachmann trifft zum ersten Mal für Würzburg

Dabei waren die Kickers gegen den FC Hansa, der eine Woche zuvor in einem emotionalen Pokalspiel noch den VfB Stuttgart mit 2:0 besiegt hatte, keineswegs als Favorit in die Partie gegangen. "Wir haben uns vorgenommen, hinten kompakt zu stehen", beschrieb Bachmann entsprechend die erste Marschroute vor dem Anpfiff beim Klub-TV. Das gelang den Gästen, die vorne zudem kaltschnäuzig zuschlugen, äußerst gut. "Wer die Tore schießt, ist eigentlich egal, aber es ist schon ein geiles Gefühl", sagte Bachmann nach seinem ersten Liga-Treffer für seinen neuen Klub.

Keine vollmundigen Ankündigungen

"Wir haben es als Mannschaft extrem gut gemacht, gut verdichtet, gut miteinander gesprochen", freute sich auch Abwehrmann Hendrik Hansen, der die Führung für die Kickers erzielte hatte. Die Hoffnung, nun auch in der Liga weiteren Boden gutzumachen, ist groß. Am Samstag kommt der SV Wehen Wiesbaden ins Dallenberg-Stadion. Auf markige Worte oder vollmundige Ankündigungen verzichtete der Würzburger Tross aber kurz nach der Partie im Ostseestadion. "Wir müssen demütig bleiben", so Schiele, "wollen den Flow aber natürlich mitnehmen."

pau