Werders Torschütze hadert mit dem holprigem Saisonstart

Gebre Selassie: Retter ohne Glücksgefühl

Theodor Gebre Selassie

Überwindet 96-Keeper Michael Esser mit einem Kopfball: Bremens Theodor Gebre Selassie (l.). imago

"Wir haben zwei Punkte verloren", bilanzierte der 31-Jährige nach dem Auftakt, mit dem so große Erwartungen verbunden waren. Die starken letzten Eindrücke aus der abgelaufenen Bundesliga-Saison und die Transferpolitik hatten die Verantwortlichen veranlasst, sich dazu zu bekennen, Werder zurück nach Europa führen zu wollen. Ein Hemmschuh gegen zähe Hannoveraner? "Nein", entgegnet Gebre Selassie, "wir haben genug Qualität und unser Trainer hat einen klaren Plan. Wir müssen diesen nur einfach besser umsetzen."

Dass dies gegen 96 nicht gelang, spricht der Rechtsverteidiger unverblümt aus: "Das war nicht das, was wir uns vorgenommen haben." Sein Kritikpunkt: "Wir dürfen uns nicht nur auf unsere Offensive verlassen, und beim Gegentor waren wir nicht konzentriert genug."

Paradox am Samstag war: Ausgerechnet als Bremens Leuchtturm in der Offensive ausschied, wurde Werder zwingender. Nach einem Schlag auf den Oberschenkel hielt Max Kruse nur bis zur 52. Minute durch, zu den klarsten Chancen kamen die Hanseaten mit und durch Claudio Pizarro, der nach 67 Minuten eingewechselt worden war. "Dass er sofort drei Chancen hatte, spricht für sich", sagt Gebre Selassie und ist sicher, dass da noch mehr kommt: "Er wird seine Tore für uns machen."

Sebastian Wolff

Bilder zur Partie Werder Bremen - Hannover 96