Als zehnter Verein setzt der FCB auf Pfandsystem im Stadion

Bayern München folgt dem Mehrweg-Trend

Neue Saison, neue Becher

Neue Saison, neue Becher: In der Allianz Arena wird künftig Pfand gezahlt. imago

Während viele Vereine schon Mehrwegbechersysteme anboten setzten Klubs wie Bayern München, Dortmund, Schalke, Leverkusen, Hoffenheim oder Wolfsburg in der vergangenen Saison ganz auf die Müllerhöhungs-Variante mit Einwegbechern. Auch in der Zweiten Liga waren es deren 10 Vereine, die nach wie vor das umweltfeindliche Bechersystem praktizierten. Dadurch sammelte sich eine Müllflut von mehr als 11,5 Millionen Einweg-Plastikbechern in der Saison 2017/18 in den Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga an.

Der FC Bayern München hatte mit rund 1.4 Millionen verbrauchten Wegwerfbechern einen erheblichen Anteil daran. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt nun ausdrücklich, dass sich das beim Deutschen Meister nun ändern wird: Ab dem 24. August 2018 kommen in der Allianz-Arena umweltfreundliche Mehrwegbecher zum Einsatz. Vor Anpfiff des ersten Heimspiels überreicht Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, dem Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, eine "Mehrweg-Meister"-Urkunde um 19:40 Uhr auf dem Spielfeld.

Bayern München ist damit ein weiterer Klub neben Mönchengladbach, Hannover, Hertha BSC. Leipzig, Düsseldorf, Freiburg, Frankfurt, Bremen und Stuttgart, der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Trotz des späten Einstiegs setzt der Rekordmeister mit dem Umstieg ein großes Ausrufezeichen für den Umweltschutz und verstärkt den Trend zum Einsatz von Mehrwegbechern in der Bundesliga. Andere Vereine sollen nun nachziehen und auch Mehrweg nutzen.

Lob für das Mehrwegbechersystem

"Plastikmüll ist zu einem der größten Umweltprobleme geworden. Es ist inzwischen so groß, dass selbst die Europäische Kommission ein Verbot von Einweg-Plastikgeschirr erwägt. Der FC Bayern setzt deshalb mit seinem Umstieg auf Mehrwegbecher genau das richtige Zeichen und zeigt wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Deswegen zeichnen wir den FC Bayern aus. Wir freuen uns, wenn andere Vereine dem positiven Beispiel folgen", sagt Barbara Metz, Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin.

Die DUH lobt das Konzept des Mehrwegbechersystems in der Allianz-Arena: Die Pfandhöhe von zwei Euro sorgt dafür, dass die Becher zurückgegeben und wiederverwendet werden. Die Spülung der Becher soll ab Oktober in Bergkirchen bei München durchgeführt werden. Dadurch bleiben die Transportwege kurz. Im Innen- sowie im Außenbereich der Allianz-Arena gibt es zahlreiche Rückgabemöglichkeiten. So können die Becher schnell und unkompliziert zurückgegeben werden. Gut ist, dass nicht ausschließlich bedruckte, sondern ebenfalls neutrale Becher verwendet werden. Karl-Heinz Rummenigge freut sich über den Einstieg nach dem Vorbild vieler anderer Vereine: "Die Umstellung auf ein Mehrwegbechersystem ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium. Ich freue mich sehr, dass die Deutsche Umwelthilfe das Engagement des FC Bayern München für den Umweltschutz mit einer Auszeichnung würdigt."

Mounir Zitouni

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