Selbstbewusst gegen selbsternannten Meisterkonkurrent

Kovac: "...nur dann kann man Großes erreichen"

Niko Kovac

Er freut sich über Konkurrenz: Niko Kovac. imago

"Es ist nicht einfach, seine Meinung so direkt zu sagen. Weil man es in der heutigen Zeit sofort um die Ohren bekommt", betont der 46-Jährige Cheftrainer: "Das schätze ich an Julian. Ich freue mich, dass es Konkurrenten gibt, und ich traue es den Hoffenheimern natürlich auch zu." Schließlich hat sich der kommende Rivale - gerade unter Nagelsmann - stetig weiterentwickelt, zwischenzeitliche Talfahrten überwunden und sich in einem starken Ligaendspurt für die diesjährige Champions-League-Saison qualifiziert.

"Ich glaube, dass die Mannschaft einen Top-Tag erwischen wird"

Trotzdem gehen die Bayern, wie es ihrem Naturell eben entspricht, die Aufgabe mit großem Selbstvertrauen an, sagte Kovac doch auch: "Zwar weiß keiner nach der Vorbereitung, wo er genau steht. Jeder denkt, dass alles gut gelaufen ist. Aber ich glaube, dass die Mannschaft am Freitag einen Top-Tag erwischen wird." Wie er sein Team aufs Feld schicken wird, mit welchem System und welcher Herangehensweise, ließ der Coach offen. Serge Gnabry fällt nach Oberschenkelproblemen aus, David Alaba ist dabei, hinter James steht ein Fragezeichen. Grinsend sagt Kovac: "Was wir machen werden, das wissen nicht viele."

"Wir müssen Freude, Leidenschaft, Teamspirit und Egoismen in Eins packen"

Ganz unabhängig von 4-3-3, Box-to-box-Playern und Flügelzangen: Wie schon bei Eintracht Frankfurt geht es dem Trainer vor allem um Intensität, Aggressivität, Laufbereitschaft und Zusammenhalt. Es soll eine Mannschaft zu sehen sein. "Wir müssen versuchen, dass wir die Freude, die Leidenschaft, den Teamspirit, die Egoismen, die jede Mannschaft hat, in Eins zu packen. Wenn wir das schaffen, kann man Großes erreichen. Aber auch nur dann...", bekräftigte Kovac: "Wenn diese Komponenten nicht zusammenkommen, wird es schwierig. Wenn wir aber alles der Mannschaft unterordnen, dann ist Vieles möglich." Gegen Hoffenheim, gegen den Rest der Liga, im Pokal und in der Champions League.

Georg Holzner

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