Erzgebirge Aue gastiert beim Bundesliga-Absteiger

Anti-Techniker Tiffert: "Die Liga freut sich auf Köln"

Christian Tiffert

Reist mit angenehmen Erinnerungen nach Köln: Aues Christian Tiffert. imago

"Ich muss nicht hier draufdrücken, oder?" So lauteten die eher ungewöhnlichen Anfangsworte seines Statements zum kommenden Gegner. Nach der sprichwörtlichen Erleuchtung ("Stimmt ja, hier ist ein grünes Licht"), konnte der Mittelfeldakteur dann loslegen. Und dies tat er mit einer großen Respektsbezeugung für den Bundesliga-Absteiger: "Nicht nur ich, ich glaube, die ganze Liga freut sich auf Spiele beim 1. FC Köln."

Kurzes Überlegen, gute Erinnerung

Tiffert selbst habe "keine schlechten Erinnerungen" an die Rheinländer, musste aber dennoch ein wenig überlegen, wann er denn "das letzte Mal in Köln gespielt" habe. "Bei Fortuna ist es nicht lange her, aber beim FC? Ich glaube 2010", so der gebürtige Hallenser. "Das war glaube ich unser Eröffnungsspiel mit Kaiserslautern. Auswärts haben wir 3:1 gewonnen", schwelgte Tiffert in der Vergangenheit und fügte mit einem breiten Grinsen an: "Nicht verkehrt, oder?"

Eintrag in die Geschichtsbücher

Vor mittlerweile acht Jahren, Tiffert war gerade aus Duisburg an den Betzenberg gewechselt, lagen die Roten Teufel gegen dezimierte Kölner, Youssef Mohamad hatte in der zweiten Spielminute bereits die Rote Karte gesehen (bis heute Rekord!), lange Zeit mit 0:1 in Rückstand. Ein Doppelpack von Srdjan Lakic und ein Treffer von Ivo Ilicevic bedeuteten dann aber doch noch den Auftaktsieg für die Pfälzer.

Köln ist natürlich ein Top-Verein, eine absolute Top-Adresse und vom Torhüter an über die Abwehr bis hin zur Bank top besetzt.

Christian Tiffert

Nun reist Tiffert, natürlich im Veilchen-Dress, gen Köln-Müngersdorf und will dem "Effzeh" am liebsten erneut ein Bein stellen. Allerdings sei dies ein enorm schwieriges Unterfangen, sei Köln, so der Routinier, "natürlich ein Top-Verein, eine absolute Top-Adresse". Die Rheinländer seien "vom Torhüter an über die Abwehr bis hin zur Bank top besetzt und nicht umsonst Aufstiegsfavorit Nummer eins".

Ein Versuch ist es aber dennoch wert, schließlich weiß der, zumindest in puncto Fußball technisch enorm versierte Tiffert ja aus eigener Erfahrung, wie es ist - das Siegen beim 1. FC Köln.

kög