Pressekonferenz-Premiere von Assistenzcoach Voßler

Rückenschmerzen: Ruhepause für Streich

SC-Trainer Christian Streich

Musste wegen zu starker Schmerzen eine Ruhepause einlegen: SC-Trainer Christian Streich. imago

"Nicht nur bei den Spielern ist Freude da, dass es los geht, bei uns auch", sagte Lars Voßler vor dem ersten Ligaspiel der neuen Saison, das seit langem ausverkauft ist. Gesteigert worden sei diese Vorfreude noch durch den knappen Sieg beim Drittligisten Cottbus, für den die Freiburger bis ins Elfmeterschießen gehen mussten. Der Pokalkrimi hat Christian Streich aber offenbar mehr zugesetzt als seiner Mannschaft. Er hatte schon am Montagabend mit Rückenschmerzen zu kämpfen, die ihn nun zu einer Ruhepause gezwungen haben. Am Samstag soll er aber auf der Bank sitzen. "Davon gehe ich aus und wünsche es mir auch", sagte Voßler.

Dass die Freiburger in Cottbus über mehr als 120 Minuten gehen mussten, macht dem Assistenzcoach keine Sorgen. "Wir wussten vorher nicht, ob wir die Frische und das Durchhaltevermögen haben, diese Erfahrung nehmen wir nun mit", erklärte Voßler. Die Startelf könnte deshalb genauso aussehen wie am Montag, auch wenn sich laut Voßler noch andere Spieler für einen Platz in der Anfangsformation empfohlen hätten. Namentlich nannte er Marco Terrazzino, der in Cottbus eingewechselt und danach auch schon von Streich gelobt wurde. Fehlen werden zum Saisonstart neben den Langzeitverletzten Amir Abrashi und Brandon Borello (beide Reha nach Kreuzbandriss) Janik Haberer, der sich kurz vor dem Pokalspiel einen Innenbandanriss in Knie zugezogen hat, Yoric Ravet (Trainingsrückstand nach Muskelfaserriss) und Caleb Stanko (Knieverletzung). Der Ausfall von Haberer "wiegt schwer", sagte Voßler, "er war sehr gut drauf und sehr erholt im Vergleich zum letzten Jahr", als er wegen der U21-EM nur wenig Pause hatte. "Aber wir können es nicht ändern, und dafür haben wir einen breiten Kader."

Trainersteckbrief Streich

Streich Christian

17-jährige Durststrecke: Freiburg und der Auftakt

Für den Co-Trainer überwiegt nach dem Pokalspiel das Positive, auch wenn es "ein paar Dinge gibt, die es zu verbessern gilt". Dazu zählt unter anderem das Herausspielen von Torchancen, die "Königsdisziplin" (Voßler), die den Freiburgern trotz dominanter erster Halbzeit nicht gut genug gelungen ist. Das Pokal-Aus der Frankfurter beim Regionalligisten Ulm wollte Voßler "nicht überbewerten - wir wissen, wie schwer es ist, in der ersten Runde zu bestehen". Trotzdem vermutet er, dass die Eintracht nach dem Trainerwechsel und dem Abgang einiger Leistungsträger "sicher noch Zeit braucht, um sich zu finden". Und er wird darauf hoffen, dass sein eigenes Team in dieser Hinsicht schon weiter ist, damit der Sport-Club eine lange Durststrecke beenden kann. Er hat seit 17 Jahren kein Auftaktspiel mehr gewonnen. "Wir haben es uns immer gewünscht und ich glaube weiterhin daran", sagte der Freiburger Co-Trainer. Am ersten Spieltag vor einem Jahr empfing der SC ebenfalls Frankfurt und trennte sich torlos von der Eintracht. Erst am siebten Spieltag gelang den Freiburgern gegen Hoffenheim der erste Saisonsieg.

Daniela Frahm

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