DFB-Vizepräsident appelliert an die Vereine

Frymuth: "Die 3. Liga macht aktuell riesigen Spaß"

DFB-Vizepräsident Peter Frymuth

Stellt der 3. Liga derzeit ein gutes Zeugnis aus: DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. imago

"Dass die Liga spannend und unberechenbar ist, wissen wir seit Jahren. Ich habe aber den Eindruck, dass die sportliche Qualität noch einmal gestiegen ist", meinte Frymuth auf dfb.de und macht dies an den Absteigern Kaiserslautern und Braunschweig sowie den Aufsteigern 1860, Cottbus und Uerdingen fest, die viel Tradition in die Liga bringen. "Attraktiv wie nie", nennt der DFB-Vize den Unterbau zur 2. Bundesliga. "Auch an etablierten Drittliga-Standorten wie Osnabrück, Rostock, Jena oder Münster spürt man Euphorie."

Auch der Zuschauerschnitt ist mit 9200 Besuchern pro Partie so hoch wie noch nie nach dem 4. Spieltag. Dennoch sieht Frymuth nicht alles rosarot. "Diesen Fehler in der Betrachtungsweise dürfen wir keinesfalls machen. Die Herausforderungen, die sich stellen, sind unverändert und klar identifiziert. Die vorrangigsten Ziele sind, die 3. Liga weiterzuentwickeln, finanziell zu stabilisieren, die wirtschaftliche Lücke zur 2. Bundesliga nicht größer werden zu lassen und die Klubs auf dem Weg zu unterstützen, ein stabileres Fundament aufzubauen."

Ohne das Prinzip der wirtschaftlichen Vernunft wird es kaum möglich sein, sich nachhaltig zu verbessern und Rückschläge, die im Sport immer möglich sind, zu verkraften.

Frymuth appelliert dabei aber auch an die Vereine: "Ohne das Prinzip der wirtschaftlichen Vernunft wird es kaum möglich sein, sich nachhaltig zu verbessern und Rückschläge, die im Sport immer möglich sind, zu verkraften." Und er warnt davor "zu glauben, dass es automatisch immer positiv weitergeht".

"Enorm entwickelt"

In seinen Augen habe sich die Einführung der 3. Liga vor zehn Jahren auf jeden Fall als "sinnvoll" erwiesen, die Liga habe sich "enorm entwickelt - sportlich, in der öffentlichen Wahrnehmung und auch in der Vermarktung".

"Nicht realisierbar"

Auch das Thema Spielplangestaltung schnitt Frymuth in seinem Bericht zur Situation der 3. Liga an. "In einer perfekten Welt hätten wir in der 3. Liga ein Spiel freitagabends, neun Spiele zeitgleich samstags um 14 Uhr und gleichzeitig hohe TV-Gelder. Die Vereine und der DFB würden sich über ein solches Szenario freuen. Diese Welt ist aber nicht realisierbar", machte der DFB-Vizepräsident klar. Vielmehr findet seit der laufenden Saison ein Freitagsspiel statt, samstags gehen um 14 Uhr sechs Liga-Spiele über die Bühne, am Sonntag steht um 13 Uhr und 14 Uhr jeweils eine Begegnung auf dem Programm und der Spieltag wird am Montagabend mit einer Partie abgeschlossen.

nik