Dortmunds Schlussmann bleibt die Nummer eins

Bürki: "Ich gehe davon aus, dass ich spiele"

Dank an die Fans in Fürth: BVB-Keeper Roman Bürki.

Dank an die Fans in Fürth: BVB-Keeper Roman Bürki. imago

Den klassischen Torhüter, der in erster Linie ein Torverhinderer sein musste, gibt es im modernen Fußball schon lange nicht mehr. Reichten früher zwei große Hände und die Fähigkeit, möglichst viele Bälle vor der Torlinie abzuwehren, um im Kasten zu stehen, ist das Anforderungsprofil inzwischen deutlich angewachsen. Heutzutage müssen Torhüter auch Fußball spielen können. Manche, wie Barcelonas Keeper Marc-André ter Stegen oder Manuel Neuer, können das sehr gut. Andere tun sich wesentlich schwerer, mit der Zeit zu gehen.

Roman Bürki von Borussia Dortmund zählt - einigen Patzern in der Vorsaison zum Trotz - zweifellos zur ersten Kategorie. Er scheut sich nicht davor, mitzuspielen und die Bälle auch unter Druck flach zu seinen Mitspielern zu passen. Auf diese Weise leitete der Keeper beim Pokalspiel in Fürth (2:1 n.V.) sogar den Last-Minute-Ausgleich von Axel Witsel ein, als er weit vor seinem Kasten Flankengeber Marco Reus einsetzte.

Lucien Favre, der neue Trainer des BVB, schätzt Keeper wie Bürki, die "gepflegt hinten rausspielen können" (O-Ton Bürki). Und so kommt es nicht überraschend, dass die Nummer 2 der Schweizer Nationalmannschaft auch unter Favre Stammkeeper des BVB bleibt. Offiziell kommuniziert ist das zwar noch nicht. Doch die Tatsache, dass Bürki - und nicht etwa Hitz - in Fürth spielen durfte, war ein deutlicher Fingerzeig. Zumal der Keeper eine starke Leistung zeigte und sein Team in der Verlängerung zweimal vor dem erneuten Rückstand bewahrte.

BVB gerüstet für RB

"Ich gehe davon aus, dass ich in der Bundesliga spiele", sagt Bürki selbstbewusst vor dem Bundesliga-Auftakt gegen RB Leipzig am Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de). Auch wenn der BVB beim Pokalsieg in Fürth über 120 Minuten gehen musste, sieht der 27-Jährige seine Mannschaft für das Duell mit dem Vorjahres-Sechsten gerüstet: "Wir sind gut vorbereitet", sagt er, "ich bin überzeugt davon, dass wir die richtigen Mittel und das richtige System finden werden, um Leipzig zu schlagen." Mit ihm im Tor.

Matthias Dersch

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