Paderborn: Zingerle im Tor - Wer stoppt Keita-Ruel?

Paderborn: "Tucker", "Basti" oder "Hüne"?

Christian Strohdiek, Sebastian Schonlau & Uwe Hünemeier

Drei Spieler für zwei Positionen: Paderborns Christian Strohdiek, Sebastian Schonlau und Uwe Hünemeier (v.l.). imago

Die Spielvereinigung scheint dem SCP nicht wirklich zu liegen. Seit April 2010 gab es zehn Treffen (neunmal Liga, einmal Pokal) zwischen Fürth und Paderborn - die Ostwestfalen konnten kein einziges gewinnen und gingen gar siebenmal als Verlierer vom Feld (0/3/7). Eine erneute Niederlage am Samstag soll nun unbedingt verhindert werden. Baumgart erwartet in der Kleeblatt-Stadt eine "sehr zweikampfstarke, kompakt stehende Mannschaft, die sehr defensiv spielt". Auch habe der Gegner "eine 'Jetzt erst recht'-Mentalität" und sei "immer in der Lage, wiederzukommen". Von seinem Stil will der Trainer deshalb aber nicht abrücken: "Unsere Spielweise wird sich nicht ändern", kündigt Baumgart an. "Wir wollen ein klares Signal setzen, dass wir auswärts genauso offensiv agieren wie zu Hause. Wir wollen vorne anlaufen und uns Torchancen erarbeiten."

Zingerle gegen den Ex-Verein gesetzt

Schon im Vorfeld legte sich der SCP-Coach fest, dass Leopold Zingerle für Pokal-Torwart Michael Ratajczak zwischen die Pfosten zurückkehren wird. Der 24-Jährige ist die klare Nummer 1 bei Paderborn - anders als in der Saison 2015/16, die der gebürtige Münchner in Fürth verbrachte. Bei der SpVgg kam der Schlussmann lediglich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz (zwölf Spiele) und dürfte gegen seinen Ex-Verein nun besonders motiviert sein.

SC Paderborn 07 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.06.1985

Vereinsfarben

Blau-Schwarz

Trainersteckbrief Baumgart

Baumgart Steffen

Spielersteckbrief Hünemeier

Hünemeier Uwe

Spielersteckbrief Strohdiek

Strohdiek Christian

Spielersteckbrief Keita-Ruel

Keita-Ruel Daniel

Spielersteckbrief Zingerle

Zingerle Leopold

Spielersteckbrief Schonlau

Schonlau Sebastian

Dreikampf in der Innenverteidigung

Das gilt auch für Strohdiek, Schonlau und Hünemeier. Das Trio liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die beiden Plätze in der Innenverteidigung. Eigentlich galt das Duo Strohdiek/Schonlau als gesetzt, dann aber ließ es Hünemeier im DFB-Pokal so richtig krachen und wurde mit zwei Toren zum Matchwinner beim 2:1 gegen Ingolstadt. "Ich kann solche Leistungen nicht einfach ignorieren", meint Baumgart. "Ich habe drei gleichwertige Innenverteidiger. Wir sind so aufgestellt, dass wir mit einem Lächeln ins Spiel gehen können. Wir wissen: Wenn Tucker, Basti und Hüne ihre Leistung abrufen, dann wird es für jeden Gegner schwer." Der Trainer kann sich alle Kombinationen vorstellen, allerdings scheint Kapitän Strohdiek gesetzt. "Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mit Hünemeier oder Basti Schonlau auflaufen lasse", lässt Baumgart durchblicken.

Besonderes Auge auf Keita-Ruel

Für wen auch immer sich Baumgart entscheiden wird, seine Abwehr wird den Auftrag haben, Fürths Stürmer Daniel Keita-Ruel zu stoppen. Ein Spieler, mit dem sich Paderborn intensiv beschäftigt hat, doch der 28-Jährige entschied sich nach einer starken Drittliga-Saison (37 Spiele, 15 Tore, sieben Assists) für einen Wechsel zur SpVgg. "Wir haben uns über einen langen Zeitraum sehr um ihn bemüht", plaudert der Trainer aus dem Nähkästchen. "Uns ist die Qualität bekannt, die auf uns zukommt. Er ist ein sehr robuster und abschlussstarker Stürmer, der weiß, wo Tore fallen und in den torgefährlichen Zonen drin ist. Er ist ein Spieler, auf den du aufpassen musst." Fraglich ist nur, ob sich Strohdiek, Schonlau oder Hünemeier mit dem bulligen Angreifer auseinandersetzen darf.

cru