Düsseldorf: Funkel legt sich fest

"Bauchgefühl": Rensing sticht Wolf aus

Michael Rensing

Steht am 1. Spieltag zwischen den Pfosten: Michael Rensing. imago

Funkel teilte seine Entscheidung bereits am Mittwoch den Torhütern mit. "Die beiden verstehen sich ja gut. Natürlich war Raphael enttäuscht, aber er hat es gut aufgenommen", verriet Funkel. Läuft alles normal, sei Ex-Bayern-Keeper Rensing nun die Nummer 1 der Fortunen und stehe beim Ligaauftakt am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg zwischen den Pfosten.

Bis dahin lässt der sonst so besonnene Funkel weiterhin geheim trainieren. "Es wäre für den Gegner ein unglaublicher Vorteil, wenn er uns vorher beobachten könnte", begründet der 64-Jährige. Klar ist, dass Stürmer Harvard Nielsen, die Mittelfeldspieler Aymen Barkok (Innenbandverletzung) und Oliver Fink (Achillessehnenbeschwerden) sowie Routinier Adam Bodzek (Rippenbruch) fehlen werden. Allenfalls für die Bank eine Option ist Takashi Usami. "Man merkt, dass er besser drauf ist", lobt Funkel, verweist aber auch auf den Trainingsrückstand des Japaners: "Er ist jetzt erst in der Vorbereitung."

Wie der Aufsteiger spielen wird, weiß der Trainer-Oldie indes noch nicht. "Ich spiele immer mit zwei Offensivspielern", betont Funkel, bei zwei bis drei Planstellen in seiner Elf sei er aber noch unentschieden. Eine mögliche Option um in der Bundesliga zu bestehen, sind für Funkel Standards. Zuletzt ließ er intensiv Ecken und Freistöße trainieren, warnt aber auch: "Tore durch Standardsituationen zu erzielen, wird schwieriger. In der Bundesliga wird viel robuster verteidigt." Eine Tatsache, die einen alten Haudegen wie Funkel allerdings nicht aus der Bahn werfen dürfte.

Jim Decker

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