Trainer Kohfeldt verleiht Werder Bremen höchste Zuversicht

Baumann: "Wir wollen nach Europa"

Florian Kohfeldt (links) und Frank Baumann

Zwei Werder-Verantwortliche, ein Team, ein Ziel: Florian Kohfeldt (links) und Frank Baumann wollen Bremen nach Europa führen. imago

Der Pokal-Auftritt bei Regionalligist Worms (6:1) lieferte einen ersten Vorgeschmack der Frühform des SV Werder Bremen. Zum Bundesliga-Auftakt gegen Nordrivale Hannover 96 sollen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) direkt die ersten drei Punkte aufs Konto fließen.

34 Ligaspiele später soll dann etwas herausspringen, was beim SVW seit Jahren vermisst wird: Erfolg in Form einer tollen Endplatzierung. "Wir wollen nach Europa", gibt Manager Frank Baumann auf der Pressekonferenz vor dem Auftakt selbstbewusst aus und spricht vielen Fans aus der Seele. Schließlich waren die jüngsten Jahre trist: Nach dem Pokalsieg 2009 und dem dritten Platz 2009/10 war nur noch Mittelmaß oder gar Abstiegsangst angesagt. Die überschaubaren Platzierungen: 13, 9, 14, 12, 10, 13, 8, 11.

Verleiht Kohfeldt den nötigen Impuls?

Doch ein Mann verleiht dem Konstrukt um Kapitän Max Kruse, Führungskraft Philipp Bargfrede oder Top-Torwart Jiri Pavlenka offenbar die nötige Zuversicht, um die Europa League (oder mehr?) am Ende der kommenden Spielzeit auch wirklich erreichen zu können. "Das ist ein ambitioniertes Saisonziel", weiß Baumann, "aber die letzten Monate unter Florian Kohfeldt haben gezeigt, dass es realistisch ist."

Der 35-Jährige, der zwischen 2014 und 2016 Assistent von Ex-Cheftrainer Viktor Skripnik gewesen war und schließlich am 30. Oktober 2017 als Nachfolger von Alexander Nouri einstieg, hat die Erwartungshaltung seit seiner Übernahme enorm wachsen lassen. Er pflegt eine eigene Philosophie, will Werder wieder dominant spielen sehen. Das hat bislang durchaus funktioniert: Kohfeldt übernahm Bremen auf Rang 17, in der Rückrundentabelle wurde Werder letztlich auf Rang fünf geführt - punktgleich mit Leverkusen und dem BVB.

Die Erwartungen dürfen maximal hoch sein.

Werder-Coach Florian Kohfeldt

"Wir sollten uns trauen, nicht zu schüchtern zu sein und zu klein zu denken. Wir wollen ausstrahlen, dass da eine Gruppe ist, die an etwas herangeht und Mut vorlebt", lautet nur eines der vielsagenden Zitate des Trainers. "Das bedeutet auch Offensiv-Fußball. Auch ein Scheitern wird dazu gehören. Aber die Erwartungen dürfen maximal hoch sein."

Baumann: "Wir müssen da sein"

Frank Baumann

Kennt noch den glorreichen SV Werder Bremen: Ex-Kapitän Frank Baumann, Meister von 2004. imago

Hier hakt auch Geschäftsführer Baumann wieder ein - und erläutert den Plan vom Erreichen des internationalen Geschäfts nochmals: "Wir haben auch viel mit der Mannschaft und einzelnen Spielern über dieses Ziel gesprochen. Wir wollen das alle gemeinsam."

Der 42-Jährige, selbst in den glorreichen Jahren zwischen 1999 und 2009 bei den Grün-Weißen aktiv (deutscher Meister 2004, DFB-Pokal-Sieger 2004 und 2009, Champions League, das 1:2 n.V. im UEFA-Cup-Finale 2009 gegen Donezk), legt noch nach: "Wir müssen da sein, wenn andere Teams schwächeln. Wir brauchen diesen unbedingten Willen und dürfen niemals zufrieden zu sein."

Und Kohfeldt? "Es ist ein Erreichungsziel, an dem wir uns immer wieder orientieren wollen und müssen - und an dem wir uns dann auch messen lassen." Zum Beispiel gleich am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse gegen Hannover...

mag

Klub für Klub: Die Gewinner der Bundesliga-Vorbereitung