Abseits, Videobeweis und Co.

Regelwerk: Was ändert sich 2018/19?

Diskussionen wird es auch weiterhin geben: Schiedsrichter Marco Fritz mit Robert Lewandowski.

Diskussionen wird es auch weiterhin geben: Schiedsrichter Marco Fritz mit Robert Lewandowski. imago

Die wichtigste Neuerung wird es beim Videobeweis geben, denn der soll nachvollziehbarer und dadurch die Akzeptanz gesteigert werden. Zunächst einmal bleibt es bei den vier Eingriffsmöglichkeiten (Torerzielung, Strafstoß, Rote Karte, Spielerverwechslung). Neu ist, dass für die Videoassistenten in Köln erstmals kalibrierte Abseitslinien zur Verfügung stehen. Dadurch wird die Entscheidungsfindung - so hofft man jedenfalls - einfacher werden.

Zudem werden die Fans in den Stadien nicht mehr alleine gelassen, wenn es zu einem Check kommt. Direkt aus dem Video-Assist-Center werden Textbausteine wie etwa "Situation: Rote Karte – Überprüfung: Tätlichkeit" ins Stadion übermittelt und von der Regie vor Ort dann eingeblendet. Dieselben Informationen sollen auch dem TV-Zuschauer zur Verfügung gestellt werden. Eine Überprüfung dauerte in der letzten Bundesliga-Saison übrigens im Schnitt 57 Sekunden (bei der WM 80 Sekunden). Klar, dass diese Zeit - genau wie bei Trinkpausen - nachgespielt werden soll.

Beim Abseits greift eine neue Regel. Hier gilt ab sofort der Moment des ersten Ballkontaktes. Bisher war maßgebend, wann der Ball den Fuß des Passgebers verlassen hat. Zusammen mit den nunmehr kalibrierten Linien soll damit die Arbeit des Videoassistenten erleichtert werden. Außerdem sind die Linienrichter angewiesen, nicht zu früh auf Abseits zu entscheiden, wenn sie nicht hundertprozentig sicher sind. Fällt ein irreguläres Tor, kann es via VAR im Zweifel immer noch zurückgenommen werden.

Wie bei der WM bereits praktiziert, darf nun auch in der Bundesliga auf die Trainerbank "gefunkt" werden. Kovac, Nagelsmann und Co. bekommen also schon während des Spiels Einblicke in Leistungsdaten oder dürfen sich etwa Videosequenzen anschauen.

Außerdem wurde das "Beißen" offiziell in Regel 12 aufgenommen. Dabei ist es übrigens egal, ob man einen Gegen- oder Mitspieler beißt. Es handelt sich in jedem Fall um ein zu sanktionierendes Verhalten. Der Schiedsrichter hat die Wahl, sich zwischen einem direkten Freistoß oder einem Feldverweis zu entscheiden.

In der Nachspielzeit sind die Schiedsrichter angewiesen, auf weitere Verzögerungen zu reagieren und entsprechend länger spielen zu lassen, kommt es zu Verletzungen oder anderen Verzögerungen.

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