Bauer, Mohr und Ideguchi drängen in die Startelf

Fürth: Müde Beine, aber großer Teamspirit

Maximilian Bauer, Tobias Mohr & Yosuke Ideguchi

Drei von vielen Optionen: Fürths Maximilian Bauer, Tobias Mohr und Yosuke Ideguchi (v.l.). imago

Aufgrund eines Trauerfalls hatte Buric den mitreißenden Pokalabend seiner Mannschaft verpasst. Noch sichtlich mitgenommen stellte sich der 54-jährige Trainer den Fragen auf der Pressekonferenz und bedankte sich allen voran bei seinem Team: "Die Mannschaft hat mir geholfen, da rauszukommen. Sie hat gegen Dortmund eine tolle Leistung gezeigt, das hat mir Kraft gegeben in dieser schweren Zeit. Schade, dass diese Leistung nicht belohnt wurde. Die Mannschaft hat richtig toll gefightet." Die SpVgg kam einer Sensation ganz nahe - erst in der Nachspielzeit fielen die Gegentreffer (90.+5, 120.+1) . "Wir werden mit dieser Leistung am nächsten Spieltag gegen Paderborn weitermachen", verspricht Buric, der zunächst aber feststellen muss, "wer ist in der Lage ist, noch einmal über 90 Minuten durchzupowern".

Der Pokalfight hat Kraft gekostet - physisch und psychisch. "Die Mannschaft ist müde", bestätigt Buric. "Wir müssen diese 120 Minuten aus den Beinen bekommen, aber auch viele Gespräche führen. Wenn man nicht körperlich arbeitet, kann man viel im mentalen Bereich tun", ist der Coach überzeugt. Gerade hier sieht er seine Jungs gut gerüstet. "Für mich ist es fantastisch zu sehen, wie die Mannschaft miteinander arbeitet, mit sehr viel Respekt und Teamspirit. Das macht mich zuversichtlich, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist. In allen unseren bisherigen Spielen haben wir Power, Leidenschaft und Willen gezeigt. Auch phasenweise richtig guten Fußball. Unser Ziel ist, das auch konstant über die Saison zu zeigen."

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Trainersteckbrief Buric

Buric Damir

Viele Optionen: Bauer, Mohr, Ideguchi

In Sachen Personal wagte Buric keinerlei Prognosen. Ein Einsatz des zuvor verletzten Kapitäns Marco Caligiuri sei genauso möglich wie das Debüt von Neuzugang Yosuke Ideguchi . "Wir wollen keinen Spieler verheizen", meint der Kleeblatt-Coach. "Wir haben Möglichkeiten, ihnen Zeit zu geben." Gemeint ist etwa Innenverteidiger-Talent Maximilian Bauer (18), der gegen die Borussia bärenstark aufspielte und Caligiuri erneut vertreten könnte. Auch auf anderen Positionen tobt der Konkurrenzkampf. So drängt etwa Tobias Mohr (22) nach drei auffälligen Joker-Einsätzen in die Startelf. "Tobi hat in vielen Spielen eine gute Leistung gezeigt, ohne Wenn und Aber. Das möchten wir auch auf den anderen Positionen haben", meint Buric.

Auch von Ideguchi verspricht sich der Trainer viel. "Er ist ein Spieler, der in der Lage ist, aggressiv in die Balleroberung zu gehen, aber auch Spielkultur mitbringt. Er ist sehr ballsicher, spielt saubere Pässe und hat einen guten rechten Fuß bei Flanken, Spielverlagerungen und Eckbällen." Bei der Integration des ersten Japaners bei der Spielvereinigung soll ein Dolmetscher helfen.

Buric fordert Konzentration

Obwohl mit Ideguchi der Wunsch-Sechser gefunden wurde, schließen die Fürther weitere Transferaktivitäten nicht aus. Das gilt sowohl für Zu- als auch für Abgänge: Levent Aycicek etwa steht zum Verkauf, die Eigengewächse Benedikt Kirsch (22) und Patrick Sontheimer (21) könnten verliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln. Gleichzeitig möchte Buric aber auch den Konkurrenzkampf hochhalten. Ein schwieriger Spagat.

Womöglich werden gegen den Paderborn am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) schon Spieler aus der zweiten Reihe gebraucht, um erfolgreich zu sein. "Jetzt kommt ein Aufsteiger, der viel Selbstvertrauen getankt hat. Sie haben in allen Spielen gegen gute Gegner eine stabile Leistung gezeigt", so Buric. "Wir müssen hochkonzentriert sein und alles abrufen, um als Sieger vom Platz zu gehen."

cru