Kölns Keeper über die Erwartungshaltung und seine Entwicklung

Horn: "Das geht nicht von heute auf morgen"

Timo Horn

Will sich auch in Liga zwei stetig verbessern: Kölns Keeper Timo Horn. imago

Dass der Motor des "Effzeh" jedoch vor heimischem Publikum stottert - seit März wurde kein Heimspiel mehr gewonnen -, das stört. Beim 2:0 über Bayer Leverkusen punkteten die Geißböcke in Müngersdorf letztmals dreifach - ein Fakt, der sich nun ändern soll.

Endet gegen Aue die Flaute?

Am Samstagnachmittag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gastiert der FC Erzgebirge Aue in der Rhein-Metropole. "Uns erwartet eine defensiv eingestellte Mannschaft, die auf Konter lauern wird", prognostizierte FC-Keeper Timo Horn auf der vereinseigenen Website. Nach dem 1:1 vor der Pokalpause gegen Union Berlin ist der 25-Jährige darauf bedacht, "es besser zu machen als gegen Union. Natürlich muss es unser klares Ziel sein, das Spiel zu gewinnen".

Am Ende wird man immer am Ergebnis gemessen.

Timo Horn

"Die Leute erwarten, dass wir gut starten, die Heimspiele dominieren und auch gewinnen", so der Schlussmann, der in den vergangenen beiden Liga-Partien jeweils vermehrt eingreifen und seinem Klub die Punkte retten musste (kicker-Durchschnittsnote: 2,0). Ein Indiz dafür, dass der gebürtige Kölner trotz dieser "großen Erwartungshaltung" die Ruhe behält: "Wir sind auch zufrieden, wenn wir ein Spiel mit 1:0 gewinnen und das Tor in der letzten Minute erzielen", so Horn. Aber, und das ist letztlich in einer Stadt wie Köln entscheidend: "Am Ende wird man immer am Ergebnis gemessen."

Hatte sein Entschluss, seinen Kontrakt beim Bundesliga-Absteiger zu verlängern und mit in die 2. Liga zu gehen, einerseits für Jubelstürme bei der Anhängerschaft und andererseits für fragende Gesichter bei Leuten, die ihm eigentlich eine internationale Karriere sowohl in Klub als auch Nationalmannschaft prognostiziert hatten, gesorgt, ist Horn überzeugt, seine persönliche Entwicklung auch im Unterhaus vorantreiben zu können.

Deutlicher Qualitätsunterschied

Zwar sei die "individuelle Qualität der Spieler in der Bundesliga natürlich höher", beschrieb der Torhüter das Dilemma. "Wenn man gegen Bayern oder Dortmund spielt, trifft man auf Weltklassespieler." Aber, und das betonte er, könne er sich "auch in der 2. Liga weiterentwickeln" und an sich arbeiten. "Ich versuche, spielerisch noch stärker zu werden. Das geht nicht von heute auf morgen, klappt aber schon ganz gut. Daran arbeite ich weiter."

kög