Den letzten Eintracht-Sieg in Freiburg gab es mit "Iron Maik"

Frankfurt schon unter Druck, Russ vor Jubiläen

Sollte er in Freiburg zum Zug kommen, stehen gleich mehrere Jubiläen an: Frankfurts Marco Russ.

Sollte er in Freiburg zum Zug kommen, stehen gleich mehrere Jubiläen an: Frankfurts Marco Russ. imago

Vor zwei Jahren ist es der Mannschaft gelungen, nach einem schlechten Pokalspiel den Schalter umzulegen. In Magdeburg war Frankfurt drauf und dran, sich kräftig zu blamieren, mit viel Glück rettete sich das Team ins Elfmeterschießen (4:3) – Torhüter Lukas Hradecky war der Held. Düstere Szenarien wurden dennoch entworfen, die Eintracht schien drei Monate nach der Rettung in der Relegation nicht gut gerüstet für die Saison. Doch der Auftritt im Pokal bildete nicht den wahren Leistungsstand der Mannschaft ab, am 1. Spieltag schoss Alex Meier Frankfurt zum 1:0-Sieg gegen Schalke. In den folgenden Monaten feierte die Eintracht einige rauschende Fußballfeste und avancierte zu einer der positiven Überraschungen der Liga.

Die große Frage lautet: Gelingt es dem Team erneut, binnen weniger Tage den Schalter umzulegen und in Freiburg ein anderes Gesicht als beim 1:2 in Ulm zu zeigen? Durch den Trainerwechsel sowie den erheblichen Substanzverlust im Kader scheint die Aufgabe diesmal noch schwieriger zu sein. Zumal das Pokalspiel in Magdeburg wenigstens mit einem Erfolgserlebnis endete. Andererseits ist Freiburg ein kleineres Kaliber als Schalke 04.

Allerdings tat sich Frankfurt im Breisgau oft schwer. 14-mal trafen beide Teams in der 1. Liga bislang an der Dreisam aufeinander, nur dreimal gingen die Gäste aus Hessen als Sieger vom Feld (vier Remis, sieben Niederlagen). Vergangene Saison gab es am 1. Spieltag in Freiburg ein 0:0, der letzte Sieg datiert vom 12. September 2009 - damals schossen "Iron Maik" Franz und Meier einen 2:0-Erfolg heraus. Freiburg wiederum holte am 1. Spieltag seit einer halben Ewigkeit keinen Dreier mehr. Der letzte Auftaktsieg in der 1. Liga liegt 17 Jahre zurück (3:0 gegen Werder Bremen 2001/02).

Russ winkt ein dreifaches Jubiläum

Für Marco Russ könnte die Partie am Samstag aus statistischer Sicht übrigens eine ganz besondere sein. Sollte er anstelle des angeschlagenen David Abraham auflaufen, wäre es sein 250. Startelfeinsatz für die Eintracht und zugleich sein 300. Bundesligaspiel. Sollte Frankfurt gewinnen, wäre es sein 100. Sieg in der 1. Liga - wie bei Makoto Hasebe.

Julian Franzke