Frankfurt: Trainingsgruppe 2 noch immer komplett

Hütter über Kostic: "Super Flanken, guter Abschluss"

Filip Kostic

Hatte sichtlich Spaß im Training: Neuzugang Filip Kostic. imago

Am Tag nach seiner Vertragsunterschrift wollte Filip Kostic nur im vereinseigenen TV Rede und Antwort stehen - sagte ein Vereinssprecher. Das sorgte nicht nur bei einem Fernsehteam, das extra wegen Kostic angereist war, für verdutzte Gesichter. Zumindest Hütter blieb nach dem Training kurz stehen, um einige Fragen zu dem bisher prominentesten Neuzugang in dieser Transferperiode zu beantworten. Der Coach lobte Kostics "super Flanken" und seinen "guten Abschluss", der 25-Jährige sei ein "williger Spieler", der gezeigt habe, dass er "ein sehr guter Bundesligaspieler sein kann".

Ob der Linksfüßer schon eine Option für den Saisonauftakt in Freiburg ist, ließ der Trainer jedoch offen: "Er hat jetzt das erste Mal trainiert, wir haben noch ein paar Tage Zeit, das zu entscheiden." Es wäre keine Überraschung, sollte der Flügelstürmer direkt in der ersten Elf stehen. Ante Rebic (Fuß- und Adduktorenprobleme) kann nämlich noch immer nicht mit der Mannschaft trainieren. Hütter hat zwar noch Hoffnung, den Kroaten bringen zu können, doch die Zeit könnte knapp werden. Zumal die Eintracht nicht das Risiko eingehen sollte, dass Rebic einen Rückschlag erleidet. Außer dem Vize-Weltmeister fehlte im Training auch Kapitän David Abraham, der sich einen Pferdekuss zugezogen hat.

Spielersteckbrief M. Stendera

Stendera Marc

Spielersteckbrief Hrgota

Hrgota Branimir

Spielersteckbrief Fabian

Fabian Marco

Spielersteckbrief Kostic

Kostic Filip

Spielersteckbrief Mbouhom

Mbouhom Nelson Mandela

Spielersteckbrief Falette

Falette Simon

Spielersteckbrief Kamada

Kamada Daichi

Spielersteckbrief Cavar

Cavar Marijan

Hütter sieht in Kostic übrigens nicht nur einen Linksaußen. "Er kann auch seitenverkehrt über rechts spielen und mit seinem stärkeren linken Fuß nach innen ziehen, die Bälle durchstecken oder selber zum Abschluss kommen", erläutert der Coach. Ähnlich flexibel schätzt er Rebic ein, der zudem eine Alternative für den Sturm ist.

Der Trainingsgruppe 2 läuft die Zeit davon

Das Training der Ausgemusterten: Falette, Fabian, Hrgota und Co.

Das Training der Ausgemusterten: Falette, Fabian, Hrgota und Co. kicker

Ein merkwürdiges Bild bot sich, als unmittelbar nach dem Training die Einheit der sieben ausgemusterten Profis begann. Falette, Fabian, Hrgota, Stendera, Kamada, Mbouhom und Cavar wurden von Co-Trainer Peintinger angeleitet. Für das Septett rennt die Zeit bis zur Schließung des Transferfensters am 31. August davon. Man darf gespannt sein, was sich die Eintracht einfallen lässt, falls einige der Ausgemusterten bis dahin keinen neuen Verein gefunden haben. Dass es überhaupt eine Trainingsgruppe 2 gibt, ist nicht nur für die betroffenen Spieler imageschädigend.

Hübner verteidigt die Maßnahme

Da hilft es wenig, wenn Bruno Hübner diese Maßnahme verteidigt. "Das sind auch Spieler, die eine hohe Qualität haben. Aber wenn man effektiv arbeiten will, geht das nur mit einer gewissen Anzahl an Spielern. Das ist kein Phänomen von Eintracht Frankfurt, das war auch in Augsburg letztes Jahr so. Es ist schöner, wenn du vier gegen vier mit zwei Torhütern spielst, statt um den Platz zu laufen, wenn im Abschlussspiel elf gegen elf gespielt wird", erläutert der Sportdirektor. In Augsburg allerdings gab es vergangene Saison keine Trainingsgruppe 2. Fünf Profis aus dem großen Kader durften in der Sommer-Vorbereitung an einer mehrtägigen Testspielreise nach England nicht teilnehmen. Die Spieler, die beim FCA blieben, trainierten anschließend aber wieder ganz normal mit der Mannschaft. Hübner meint zum separaten Training in Frankfurt: "Ich glaube, dass das für alle Beteiligten eine gute Geschichte ist, und das wird auch positiv von unseren Spielern angenommen. Bei uns gibt es keine Trainingsgruppe 1 und 2, wir haben einen großen Kader, der professionell betreut wird."

Julian Franzke

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