Überblick: Köln feiert Terodde - Fürth verspielt 2:0

Doppelpack Lasogga - Erster Heimsieg des HSV

Gruß an den verletzten Kollegen: Nach seinem 1:0 dachte Lewis Holtby auch an den fehlenden Jairo.

Gruß an den verletzten Kollegen: Nach seinem 1:0 dachte Lewis Holtby auch an den fehlenden Jairo. picture alliance

Lasogga macht am Ende alles klar

So wirklich stabil zeigte sich Hamburg bislang noch nicht - auch gegen Bielefeld gab es Licht und Schatten. In guter Form präsentierten sich die Rothosen über weite Strecken der ersten Hälfte und belohnten sich dann auch früh mit der Führung durch Holtby, der bei einer Ecke den richtigen Riecher gehabt hatte (9.). Von der Arminia kam lange Zeit wenig, das änderte sich in der Endphase von Hälfte eins: Hartherz zwang Pollersbeck mit einem direkten Freistoß zu einer Glanzparade (40.). Nur zwei Minuten später musste der Schlussmann nach Fehler von van Drongelen höchstes Risiko gehen, um per Hand gegen Voglsammer zu klären. Dabei stellte sich die Frage: Innerhalb oder außerhalb des Sechzehners, es war eine Zentimeter-Entscheidung, die Schiedsrichter Arne Aarnink zugunsten der Hamburger fällte.

2. Bundesliga - 3. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Union Berlin
7
1. FC Köln
7
3
Hamburger SV
6
2. Bundesliga - Torjäger 2018/19
Andersson Sebastian
3
Keita-Ruel Daniel
3
Schnatterer Marc
3
2. Bundesliga - Scorer 2018/19
Clemens Christian
4
Lasogga Pierre-Michel
4
Andersson Sebastian
3

Bielefeld kam verbessert aus der Pause, aber nicht wirklich zu Chancen. Besser machte es der HSV, der mehrfach durch Narey gefährlich wurde. Das Tor machte dann aber Lasogga, der eine Vorlage von Hunt exzellent veredelte und aus der Drehung auf 2:0 stellte (76.). Etwas später verwandelte der bullige Angreifer dann auch noch einen an ihm selbst verursachten Strafstoß sicher und sorgte für den 3:0-Endstand.

Doppelschlag zur Pause: Union stoppt St. Pauli

Grischa Prömel

Torschütze zum 1:0: Unions Grischa Prömel. imago

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen war St. Pauli perfekt in die Saison gestartet und trat dementsprechend mir breiter Brust beim Gastspiel in Berlin auf. Union, ebenfalls noch ungeschlagen, agierte abwartend. Die Gäste waren bemühter, doch mussten vor der Pause plötzlich den Doppelschlag hinnehmen; Prömel (44.) und Gogia (45.+3) brachten Union in Führung. Es wurde nicht besser für die Hamburger, denn nach dem Seitenwechsel machte Andersson bereits in Minute 57 mit dem 3:0 den Deckel drauf. Veermans Anschlusstreffer (71.) brachte nichts mehr, Andersson erhöhte sogar noch auf 4:1 (88.), sodass St. Pauli durch die erste Saisonniederlage von der Tabellenspitze verdrängt wurden. Dort stehen jetzt Union und Köln mit je sieben Zählern.

Jahn trifft nicht - Kiel nimmt Punkt mit nach Hause

Im Duell der letztjährigen Aufsteiger erwischte Holstein Kiel in Regensburg den mutigeren Beginn, die beste Chance des ersten Durchgangs verzeichnete dennoch der Jahn: Routinier Freis zog von der Strafraumkante nur knapp vorbei. Im zweiten Abschnitt war Gastgeber Regensburg die bessere Mannschaft und hatte zahlreiche gute Chancen, in Führung zu gehen, vergab sie jedoch reihenweise. Bezeichnend: ein Lattentreffer von Grüttner (82.). Da Kiel nicht viel zustande brachte, trennten sich beide Teams schließlich mit 0:0.

Missglücktes Debüt: Fiel hofft nur wenige Sekunden

Nach der Entlassung von Uwe Neuhaus hat Cristian Fiel übergangsweise das Ruder bei Dynamo Dresden übernommen, sein Debüt begann denkbar schlecht. Heidenheims Kapitän Schnatter traf erst vom Punkt (32.) und erhöhte vor der Pause per direktem Freistoß (44.). Doppelt bitter für Dynamo: Nach dem 0:1 war Konés Ausgleichstreffer fälschlicherweise zurückgepfiffen worden. Nach der Pause sorgte Berko mit dem Anschlusstreffer wieder für Hoffnung (68.) - allerdings nur für wenige Sekunden. Im direkten Gegenzug brachte FCH-Angreifer Dovedan das Dresdner Publikum wieder zum Schweigen. Heidenheim darf sich über den ersten Saisonsieg freuen und bleibt ungeschlagen, Dynamo musste bereits die zweite Pleite hinnehmen.

Teroddes Gala beschert Köln den Heimsieg

Simon Terodde

Klarer Kopfballsieger: Simon Terodde köpft zur Führung ein. imago

Nach seinem Viererpack im Pokal (9:1 beim BFC Dynamo) kehrte Terodde beim 1. FC Köln im Spiel gegen Aue in die Startformation zurück und legte mit dem FC gleich den Vorwärtsgang ein. Die erste Chance für die Hausherren ergab sich noch durch einen Fehlgriff von Männel im Fünfmeterraum. Doch der überraschte Schaub brachte den Ball nicht über die Torlinie, weil Männel gerade noch rechtzeitig zupacken konnte. Wenig später war der Keeper aber machtlos, als Terodde aus fünf Metern zum 1:0 einköpfte. Aue zeigte sich wenig beeindruckt und Fandrich glich kurz darauf per Fernschuss bereits wieder aus. Nach dem Wechsel ließen die Kölner aber keine Zweifel und setzten nach. Nach feiner Vorarbeit von Clemens war es erneut Terodde, der aus kurzer Distanz zum 2:1 einköpfte. In der Schlussphase ging es hektisch zur Sache, ein Treffer von Köln zählte nicht und Tiffert war nach einer harten Aktion gegen Czichos mit Gelb gut bedient. Terodde kühlte die Gemüter mit seinem dritten Treffer zum 3:1-Sieg aber endgültig ab.

Zehn Paderborner kämpfen sich zurück

Nach dem kräfteraubenden Pokal-Aus gegen Dortmund (1:2 n.V.) musste die SpVgg Greuther Fürth auch gegen Padeborn späte Tore hinnehmen und verspielte eine 2:0-Führung gegen zehn Paderborner. Fürth ging die Partie mutig an, musste aber einen frühen Rückschlag wegstecken. Atanga verletzte sich in der Anfangsphase und machte Platz für Raum. Ohne große Höhepunkte und weitestgehend auf Augenhöhe duellierten sich die beiden Klubs bis zur Pause, wobei die Gäste aus Paderborn immer besser wurden. Allerdings traten die Gäste den Gang in die Kabinen mit einem Mann weniger an, denn Dräger kassierte binnen kurzer Zeit zwei Gelbe Karten. Nach dem Wechsel folgte der nächste Rückschlag: Mit einem wuchtigen Schuss von Mohr ging die Spielvereinigung in Führung. Als Keita-Ruel mit seinem dritten Saisontor erhöhte, schien das Spiel entschieden. Doch dank eines tollen Schlussspurts und Treffern von Klement (per Freistoß) und Boeder sicherte sich der SCP noch ein 2:2.

Magdeburg und Ingolstadt weiter ohne Sieg

Keinen Sieger gab es zwischen Magdeburg und Ingolstadt. Dem FCM wäre fast ein Traumstart gelungen, doch Becks Treffer wurde wegen Abseitsposition zurückgenommen. Nach einer Ecke lag der Ball erneut im Netz, wieder zählte der Treffer nicht, da der Keeper behindert wurde. Zudem hätte sich Ingolstadt nicht beschweren dürfen, wenn Magdeburg einen Elfmeter bekommen hätte. Erst beim dritten Versuch wurde dann ein Tor auch anerkannt. Per Volleyschuss erzielte Erdmann nach einer knappen halben Stunde das hochverdiente 1:0. Per Freistoß glich Kittel aber aus, doch der FCM reklamierte, denn zwei im Abseits stehende Ingolstädter irritierten Keeper Fejzic. Die Partie wurde danach richtig giftig - Kutschke und Rother wurden mit Gelb abgekühlt, ehe es in die Pause ging. Nach dem Wechsel passierte nicht mehr viel und so blieb es bei der Punkteteilung, die vor allem den Aufsteiger geärgert haben dürfte.

Tesche macht es per Abstauber

Bochum jubelt dank Tesche

Knappe Kiste: Bochum jubelt dank Robert Tesche. imago

Nach dem bitteren Aus im Pokal, einem 0:1 bei Weiche Flensburg, wollte der VfL Bochum in der Liga wieder positive Schlagzeilen schreiben. Am Freitagabend war der SV Sandhausen zu Gast im Revier, doch im ersten Abschnitt wollte das Spiel der Dutt-Elf noch nicht druckvoll geraten. Zwar hatten die Elf klare Feldvorteile, doch zu Chancen konnte der VfL diese nicht ummünzen. Vonseiten der Sandhäuser war bis zum Halbzeitpfiff in der Offensive allerdings auch nicht viel zu sehen.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hausherren dann effektiver und belohnten sich durch Tesches Führungstor aus kurzer Distanz. Die Gäste setzten vor allem auf Standards, doch VfL-Keeper Riemann machte einen Kister-Kopfball zunichte. In der Schlussphase versuchten die Kurpfälzer mit Biegen und Brechen etwas mitzunehmen, doch die Bochumer hielten mit etwas Glück (Lattenschuss Sandhausen in der Schlussphase) dicht und siegten 1:0.

Heller und Dursun nicht zu stoppen vom MSV

Die Partie in Darmstadt zwischen dem SV98 und dem MSV Duisburg brauchte einige Zeit, um in Schwung zu kommen. Die Zebras waren rund 20 Minuten leicht besser, doch dann legten die Lilien los: Stürmer Dursun scheiterte zweimal am Aluminium, Sulu köpfte eine Kempe-Ecke knapp über den Querbalken. So konnten die noch in dieser Saison tor- und punktlosen Duisburger froh über ein 0:0 zur Pause sein. Die zweite Hälfte startete wie die erste aufhörte: Darmstadt blieb am Drücker, doch die MSV-Abwehr formierte sich vielbeinig und ließ zunächst wenig zu. Der Druck auf die Hintermannschaft der Duisburger sorgte aber dann für Lücken: Erst wurde Dursuns Tor wegen hauchdünner Abseitsstellung aberkannt, dann bekam Heller Platz, den der pfeilschnelle Offensivspieler zum Führungstreffer nutzte. Nun war der MSV gefordert, doch Dursun machte mit dem schnellen 2:0 vorzeitig den Sack zu. Den 3:0-Endstand besorgte Kempe auf abermalige Vorarbeit von Heller.

kon