Mainz steckt die frühe Rote Karte problemlos weg

Diese Mentalität wünscht sich Schwarz

Mainz 05 bejubelt das 1:0 in Aue

Führungstor in Unterzahl: Mainz 05 konnte in Aue trotz eines frühen Platzverweises jubeln. imago

"Es war eine sehr überzeugende Leistung, obwohl wir nur drei Minuten Elf-gegen-elf gespielt hatten. Nach der Roten Karte besaßen wir schnell wieder Kontrolle", analysierte Schwarz den 3:1-Sieg bei Erzgebirge Aue. Schwarz lobte "die Mentalität" und freute sich darüber, wie seine Spieler den Widerstand der Gastgeber gebrochen haben.

Nur "hinten raus war dann das Sicherheitsgefühl zu hoch, als wir unnötig das Gegentor bekamen". Insgesamt habe seine Mannschaft "die Prüfung, fußballerisch aufrecht zu bleiben, immer den Ball zu fordern" gut bestanden. Dieses ist auch ein Erfolg der Widerstandfähigkeit, an der Schwarz und sein Trainerteam bereits seit längerem arbeiten, wozu viele Gespräche und kleine Maßnahmen beitragen. Es sei nicht so, "dass wir jetzt Mentalität auf ein Plakat geschrieben haben".

Adler, Brosinski, Latza, Hack und Gbamin im Mannschaftstrat

Mainz setzt verstärkt auf die Eigenverantwortung der Gruppe, dazu hat das Trainerteam im Gegensatz zur Vorsaison den Mannschaftsrat diesmal wählen lassen. Zur Führungsriege gehören neben dem bestimmten Kapitän Niko Bungert und dessen Stellvertreter Stefan Bell jetzt Daniel Brosinski, Danny Latza, René Adler, Alexander Hack und Jean-Philippe Gbamin.

Schwarz: "Niakhaté eine starke Persönlichkeit"

Beeindruckt war Schwarz nicht nur von der Reaktion seiner Spieler auf dem Platz, sondern auch von der des Rotsünders: "Moussa war nicht geknickt, er hat eine starke Persönlichkeit." Ähnlich argumentiert Sportvorstand Rouven Schröder: "Wir hatten im Mittelfeld keinen Zugriff, für einen Innenverteidiger war die Situation unheimlich schwer zu lösen. Er hat sich für das Foul entschieden, um die Mannschaft zu schützen. Danach hat er nicht groß lamentiert, sondern direkt die Jungs angefeuert. Das finde ich schon sehr reif. Er wird den Platzverweis wegstecken." Nach eigenem Bekunden war es übrigens der erste in der Profikarriere des 22-Jährigen.

Michael Ebert

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