RB Leipzig im DFB-Pokal wohl mit Werner

Rangnicks Sorgen wegen Dortmunds Vorteil

Ralf Rangnick

"Jetzt wird es ein bisschen diffiziler": Auf Ralf Rangnick und Leipzig wartet ein straffes Programm. imago

Ralf Rangnick jammerte nicht, doch er ließ auch kein Detail aus, als er am Freitag über das sprach, was in den kommenden Tagen auf RB Leipzig zukommt. "14 Tage, fünf Pflichtspiele, drei davon auswärts", rechnete der Trainer und Sportdirektor am Tag nach dem Einzug in die Europa-League-Play-offs vor. "Jetzt wird es ein bisschen diffiziler."

Nach dem DFB-Pokal-Auftakt bei Viktoria Köln am Sonntag (15.30 Uhr) reisen die Leipziger am Donnerstag in die Ukraine zum Hinspiel bei Sorja Luhansk - gleichbedeutend mit "drei Stunden fliegen und, so wie es aussieht, auch noch zwei Stunden späterer Anstoßzeit als gestern". Am Sonntag darauf (18 Uhr) steht die erste Bundesliga-Aufgabe bei Borussia Dortmund an. In Rangnicks Worten: Eine Mannschaft, die "nur trainieren konnte", trifft auf eine, die "am Donnerstagabend in der Ukraine um 21.30 Uhr" ein Spiel bestritten haben wird (wobei die UEFA die Anstoßzeit noch nicht bestätigt hat).

Wir spielen dort auf einem richtig guten Rasen. Das ist schon mal erfreulich im Vergleich zu gestern.

Ralf Rangnick

Aber "wenn's leicht wär', könnt's ja jeder", meint er, und auch Luhansk, ein zwar "unangenehmer, alles andere als leichter Gegner", der sich überraschend gegen Sporting Braga durchsetzte (1:1/2:2), habe ja einen Vorteil: "Wir spielen dort auf einem richtig guten Rasen. Das ist schon mal erfreulich im Vergleich zu gestern", sagte Rangnick und nannte den Untergrund in Craiova "eine Mischung aus Grashalmen und Sand".

"Wir haben uns in den letzten Jahren nicht gerade als Pokal-tauglich erwiesen"

Trotzdem kam die kleine Leipziger Reisegruppe gesund zurück und peilt jetzt erst einmal das Weiterkommen im DFB-Pokal an. "Wir haben uns in den letzten Jahren nicht gerade als DFB-Pokal-tauglich erwiesen. Deswegen tun wir gut daran, jetzt nicht von irgendwelchen Titelträumen zu fabulieren", wollte Rangnick nicht zu weit vorausblicken.

Über Viktoria Köln "wissen wir alles, was man wissen muss". Der Regionalligist, bei dem mit Tobias Willers (31) und Patrick Koronkiewicz (27) zwei erfahrene Ex-Leipziger verteidigen, sei "ausführlich beobachtet" worden. Genau wie Timo Werner: Der Torjäger werde nach seinen muskulären Problemen "heute noch mal individuell belastet. Und wenn alles gut und normal verläuft, wird er morgen das Abschlusstraining bestreiten und am Sonntag spielen können." Darauf deute sogar "einiges hin", so Rangnick, der das begrüßen würde, damit Werner schnell "wieder in den Rhythmus" kommt. Die nächsten Tage haben es schließlich in sich.

jpe

Exklusiv-Interview

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