Dynamo Dresden zeigt in Bielefeld zwei Gesichter

Systemumstellung: Neuhaus äußert Sorgen

Uwe Neuhaus

"Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen": SGD-Trainer Uwe Neuhaus. imago

Nach nur 33 Minuten lag die SGD schon mit 0:2 hinten, die im neu einstudierten 3-4-3 formierte Mannschaft hatte gegen die Arminia sowohl in der Defensive als auch in der Offensive massive Probleme. "Wir konnten überhaupt keinen Angriff nach vorne starten, der einigermaßen im Ansatz gefährlich war. Ich glaube auch, dass das unser größtes Problem war", analysierte Neuhaus, der deshalb in der Pause reagiert hatte und aufs gewohnte 4-3-3 umstellte. Mit dem Erfolg, dass sein Team aus der Stabilität heraus zu richtig guten Torchancen und zum Anschlusstreffer kam.

"Dass das neue System noch nicht hundertprozentig klappen kann, ist normal", sagte Neuhaus, gestand aber auch: "Die Sorge, die ich habe, ist, dass unser Offensivspiel darunter leidet. Die Umstellung vom dominanten Spiel zum Konterspiel dauert natürlich seine Zeit, das müssen die Spieler erst mal verinnerlichen. Deswegen war es vielleicht die falsche Maßnahme mit Dreier- oder Fünferkette zu spielen." Er werde das in Ruhe analysieren.

Berko empfiehlt sich, die SGD könnte dennoch nachlegen

Immerhin: Als Offensiv-Option empfahl sich Erich Berko, der am 1. Spieltag nicht einmal zum Kader gehört hatte, in Bielefeld mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung aber den Dresdner Anschlusstreffer markierte. Neuhaus hatte ihn in der Diskussion um weitere mögliche Neuzugänge als Beispiel für Alternativen im eigenen Kader genannt - und wurde bestätigt. Dass Dynamo noch mal auf dem Transfermarkt aktiv wird, scheint dennoch realistisch. "Der Markt ist kompliziert. Wir müssen die Nerven bewahren", so Neuhaus. Gut zwei Wochen hat die SGD noch Zeit, um nachzulegen.

cfl/ew