Nach Ingolstadt-Spektakel nun Pokal-Highlight

Fürth: Burchert und Ernst ragen heraus

Sascha Burchert & Sebastian Ernst

Ragen bislang heraus: Fürths Torwart Sascha Burchert (l.) und Mittelfeldspieler Sebastian Ernst (r.). imago

Auch wenn das Endergebnis von 1:1 auf dem ersten Blick nicht gerade ein berauschendes Fußballspiel vermuten lässt, so trügt der Schein: 39 Torschüsse (27:12), 16 Torchancen (9:7) und zwölf Ecken (9:3) standen im bayerischen Duell zwischen den FCI und der SpVgg am Ende zu Buche. Eine nicht immer hochklassige Partie lebte von vielen Offensivszenen und blieb bis zum Schluss unterhaltsam (Spielnote 2,5). "Es ging hoch und runter", erinnerte sich Fürths Trainer Damir Buric. "Phasenweise war dies Werbung für den Fußball in der 2. Liga."

Burchert hält junge Kleeblättler im Spiel

Dass letztlich nur zwei Bälle den Weg ins Tor fanden, lag an den beiden überragenden Torhütern Marco Knaller (kicker-Note 2,0 und "Spieler des Spiels") sowie Sascha Burchert (2,0). Letzterer sorgte vor allem in der ersten Hälfte mit zahlreichen Paraden dafür, dass das Kleeblatt nicht in Rückstand geriet. "Wir haben die eine oder andere Chance zu viel zugelassen", gestand Mittelfeldmann Ernst. Mitunter stimmten die Abstände zwischen den Reihen und auch die Zuordnung nicht. "Wir haben ein junges und wissbegieriges Team, sagt Buric, der die zweitjüngste Mannschaft (Altersdurchschnitt: 24,2 Jahre) der 2. Liga coacht und verspricht für die Zukunft: "Wir werden das besser machen."

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

Spielersteckbrief Burchert

Burchert Sascha

Spielersteckbrief S. Ernst

Ernst Sebastian

Trainersteckbrief Buric

Buric Damir

Bessere Einstellung sorgt für Punkte

Das wird angesichts des prominenten Gegners in der 1. Runde des DFB-Pokals am Montag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auch dringend von Nöten sein: Mit Borussia Dortmund kommt ein echter Hochkaräter in den Sportpark Ronhof. Was für Fürth spricht, ist der klare Fortschritt in Sachen Teamgeist und Einstellung. "Wir sind eine Mannschaft, die nie aufgibt, immer alles versucht und nach vorne spielt", betont Buric, der mit taktischen und personellen Änderungen bislang immer erfolgreich ins Spielgeschehen eingreifen konnte. "Wir müssen weitermachen und dürfen uns nicht ausruhen", fordert Mittelfeld-Abräumer Lukas Gugganig, der das Kleeblatt-Tor beim FCI erzielt hatte. Und auch Ernst hebt hervor: "Wir haben aufopferungsvoll gekämpft."

Kilometerfresser Ernst

Diesbezüglich geht Ernst ohnehin mit gutem Beispiel voran: Mit 11,64 Kilometern Laufleistung beim Auftakt gegen Sandhausen (3:1) sowie 12,46 Kilometern in Ingolstadt (1:1) war der 23-Jährige jeweils der lauffreudigste Akteur bei den Weiß-Grünen. Zusammen mit Keeper Burchert hat Ernst auch den besten Notenschnitt aller Fürther (2,5) und zeigt sich taktisch flexibel: Zunächst begann der Blondschopf wie schon gegen den SVS auf dem Flügel und wurde nach der Umstellung auf eine Doppelspitze in die Mitte gezogen. "Im Zentrum fühle ich mich am wohlsten", so der Linksfuß, der sich bei der SpVgg immer mehr zum Stammspieler entwickelt. Das ist Burchert schon lange. Der Torwart durfte in Abwesenheit des verletzten Kapitäns Marco Caligiuri sogar die Spielführerbinde tragen und hat sich zum sicheren Rückhalt gemausert. Nun ist das bisher so herausstechende Fürther Duo gegen den BVB gefordert - eine echte Reifeprüfung.

cru/mf